Band 
Zweyte Abtheilung.
Seite
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Diese Stelle welche nach ihrem Schluß: »den Un-»grund der Behauptung derer, welche der Stubengelehrten»spotten, daß zwischen Theorie und Praxis eine so große»Kluft sey, beweisen soll," kömmt mit den obangeführtentaktischen Grundsäzen nur darin übercin, daß die LeiwärtS-flotte es in ihrer Gewalt hat, sich nach Gefallenzurükznziehen, verstößt aber darin gegen die Erfahrung,daß sie darzu vorzüglich geeignet ist, die feindliche Liniezu durchbrechen, welches den AuSschlag geben soll. DieNatur-er Sache, und Nelsons Siege bey Abukir undTrafalgar, wo er vor dem Winde folglich von derWindseite, aus die feindliche Flotte lossegclte und die Liniedurchbrach, beweisen augenscheinlich das Gegentheil. ES istwahr, daß schon die Admirale Rodney, Howc und Jer-viS nicht mehr das alte System der parallelen Ordnungbefolgten; da« kann aber geschehen, ohne sich unter den Windder feindlichen Flotte zu legen. Im Gegentheil, da die Pa«rallelstellung die Vor- und Nachtheile beynahe in'S Gleichge-wicht sezt, so suchen die Britten den Vortheil de« Windesnicht zu theilen und zu vermindern, sondern dadurch zu erhö-hen, daß sie seine ganze Gewalt anwenden, um desto kraft-voller in den Feind zu dringen, seine Ordnung zu zerstören,nnd ihn zu vernichten. Daß dieses in einer Schlachtliniebey dem Wind gegen eine Flotte, die den Wind bat, beynaheunmöglich sey, ist s, deutlich und auffallend, daß jeder Be-weis überflüßiq wäre. Dabey ist es sonderbar, daß man das-jenige den Franzosen zum Vortheil anrechnet, was von ei-nem ihrer besten taktischen Schriftsteller als schädlich vernsr-ft» wird.