Band 
Zweyte Abtheilung.
Seite
144
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Achter Abschnitt.

Spanien .

Auch dieses schöne Königreich, durch die Pyrenäen von,übrigen Europa getrennt, scheint von der Natur vorzüglichzu einer Seemacht bestimmt zu seyn. Dennoch wirkte esmehr als Landmacht auf unsern Welttheil; hingegen auf dieandern durch seine Flotten. Wem ist eS unbekannt, daßAmerika durch spanische Schiffe, freylich unter einem frem-den Anfübrer entdekt wurde r Aber eben die allzuauSgedehn-tcn Bestzunqen in den übrigen Welttheilen haben dieses Kö-nigreich durch Entvölkerung eines guten Theils seiner Kräfteberaubt. ES ist hier nicht der Ort, den nachthciligen Einflußdarzustellen, den dies noch iezt auf ihre Marine hat. Sach-kennmiß und Heldcnmuth kann man den spanischen Seeleutennicht absprechen, und keine ihrer Verlornen Schlachten wardie Folge der Feigheit.

In ältern Zeiten bildeten Kastilien und Arragonicnzwey besondere Königreiche. Leztcres hatte früher eine Flotteals jenes; der Best; der balkarischen Inseln, wo die Schif-fahrt lebhaft war, scheint die natürliche Ursache davon zu seyn.Erst zwischen 1-4; und "47 ließ Kastilien in BiSkaya Schiffe bauen und eine Flotte ausrüsten, um bey der Bela-gerung von Sevilla mitzuwirken. Sie schlug die Flotte derAraber, und trug dadurch 1248 viel z» der Eroberung jenerStadt bey . Im Jahr irzg schlug die Flotte D. Pedros vonArragonien die weit stärkere Flotte des König Karls vonNeapel , und machte dessen Kronprinzen und viele Großen