stehenden Truppen der ersten Churfürsten von Bran denburg bestanden, so wie damals die Truppen aller Für sten , aus einer Leibwache von ungefähr 100 Mann, welcheeinzeln, ursprünglich Einspänner, nachher Trabanten genanntwurden, deren zuerst unter der Regierung IohannGeorgsim Jahre 1571 gedacht wird, und aus einigen Compagniensogenannter Landsknechte, welche zur Besahung der Festun-gen dienten, deren Stärke aber nicht bekannt ist. DieZahl jener war nicht immer gleich. Johann Siegis-mund hatte im Jahre 1615 nur noch 9 Trabanten. Eineandere sogenannte adeliche reisige Leibgarde, welche aus2-1 adelichen Burschen bestand, wurde von dem Churfür-sten Johann Georg um das Jahr 1596 errichtet. Diese,so wie die erste, wurde alle Jahre von neuem verpflichtet,im Falle eines Krieges aber, hier wie bei allen Völkern derBann aufgeboten. Die Edelleute machten die Reiterei unddie Lchnleute das Fußvolk derselben aus. Solche Auf-gebote kommen vor in den Jahren 1530, 15-41, 1586,1656, 1663.
Als Johann Siegismund sich 1609 wegen derErbschaft von Jülich und Berg rüstete, erschienen beimAufgebote 787 Edelleute zu Pferde, wovon er -400 aus-wählte. Der Adel stellte zugleich 1000 Mann und dieStädte 2600 Mann Fußvolk, und außerdem wird nocheiner besondern Anzahl Pikenirer gedacht. Die Officierrwurden von dem Churfürsten ermannt. Die Stände gaben