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1672 War Friedrich Wilhelm zuerst in den Waffen,um Holland zu retten, welches Ludwig XlV. zu unterjo-chen drohte. In den darauf entstandenen Reichskrieg ge-gen Frankreich hatte er 1674 und 1675 den Oberbefehldes Reichsheeres in Elsaß gegen ein französisches Heer,welches Türenne befehligte.
Die Gefahr seiner Erbländer bereitete dem Helden neueLorbeeren. Auf Anstiften des französischen Hofes war einschwedisches Heer von Pommern , in die von Truppen ganzentblößte Mark eingefallen, wo es sich ausdehnte und ganznach Willkühr verfuhr. Mit Blitzesschnelle erschien derBefreier. Bloß von seiner Cavallerie begleitet, schlug erbei Fehrbellin die gefürchteten Schweden gänzlich und er-oberte, mit Dänemark vereint, das ganze schwedische Pom mern . Ein 1677 in Ostpreußen eingefallenes schwedischesHeer hatte dasselbe Schicksal, und nur Frankreichs drohendeEinmischung konnte den Schweden die verlorenen Provin-zen wieder verschaffen. Der Churfürst starb 1688. Europa nannte ihn den Großen.
Die von dem Churfürsten Friedrich Wilhelm demGroßen hinterlassenen Truppen bestanden:
I. In 35 Bataillone Infanterie (vor dem Kriege 1806die Regimenter Nr. 1 bis 14.) namentlich:
6 Bat. Garde.
2 Bat. Dönhof.
Churfürstinn.Churprinz.Prinz Philipp.Prinz Anhalt.Dörfling*.Hollstein-Beck.Spähn*.
Barfuß.
Zielen.
Prinz Curland.
Belling.
Varenne.
Pöllnih'.
Courneaud.
1 Bataillon Briquemault.
Von diesen 35 Bataillonen wurden kurz vor seinemTode die mit einem Stern bezeichneten Bataillone theilsuntergesteckk, theils aufgelöst und es blieben nur noch 29 Ba-taillone, jedes 4 Compagnien stark, übrig, von welchen 1805noch 26 in der Armee befindlich waren. Bei Nr. 1 bis 5