Hl. Die Dragoner' Regimenter Nr. 1 bis 4. waren infolgende 6 Regimenter ursprünglich eingetheilt:
4 Schwad. Leib-Dragoner, 1806 Cürasster-Reg. Nr. 4.
4 -
Markg. Albrecht, -
- - 11.
4
Anspach, -
Dragoner - Reg. -1 u. 2.
4 -
Dörfling -
- -3u.4.
4
Panncwitz,
Csirassicr-Req. - 12.
4 -
Albe, -
, 7.
Unter der Regierung Königs Friedrichs 1. wurdedie Armee, je nachdem dieser Fürst mehr oder wenigerHülfsgelder von andern Mächten zog, bald vermehrt,bald vermindert. Bei der Eröffnung des Feldzuges 1689waren die InfanterieRegimenter 2 Bataillons stark.Die ganze Cavallerie bestand aus 65 Compagnien in
8 Regimentern vertheilt, so daß 7 von 8 und 1 von
9 Compagnien waren. Die Trabantengarde zählte 3 Com-pagnien, die im Jahre 1686 aus französischen Edelleutengebildeten Grand-Mousquctairs 4, jene zu 150, diese zu103 bis 104 Pferden, die der übrigen CavallerieRegimen-ter waren 65 Pferde stark, wobei 4 Ober- und 10 Unter-offiziere. 4 Dragoner-Regimenter, die an den Rhein mar-schieren, enthielten 28 Compagnien zu 81 Pferden. EinBataillon zählte 5 Compagnien zu 144 Mann nebst 3 Ober-und 8 Unteroffizieren. Bei jeder Compagnie standen 10bis 12 Mann Grenadiere. Im Jahre 1698 stiftete derKurfürst die Grenadier-Garde (1806 Nr. 18) von 3 Com-pagnien zu 100 Mann eine jede. Die Piken wurden ab,geschafft, und dagegen zu der Vertheidigung und Beschüz-zung des Fußvolks gegen die Reiterei, die sogenanntenspanischen Reiter eingeführt. Die Mousquctcn wurden mitder eigentlichen Flinte vertauscht, und die Truppen nichthöher als 4 Glieder gestellt. Die Flinten hatten hölzerneLadestöcke, einige Gefreiten aber führten schon damals eiserne,mit einem Krätzer versehen, um den Schuß herausziehen zukönnen. Die Reiterei erhielt mehr Gleichförmigkeit. Die Rei-ter bekleideten und bewaffneten sich nicht mehr selbst, sondernbezahlten, um in den Dienst zu kommen, etwas Gewisses