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Ferner 7 einzelne Garnison -Compagnien zu Drohen»und Tempelburg, Negenstein, Driesen, Cüstrin , Spandau und Fort Preußen in Stettin .
Die ganze Anzahl der Truppen, welche er 1740 seinemNachfolger hinterließ, belief sich auf 83,468 Köpfe. Außerdiesen errichtete Friedrich Wilhelm noch in den Jahren1729 und 1730 4 Landregimenter zu Berlin , Magdeburg ,Stettin und Königsberg , welche zusammen 482-2 Mannausmachten, und jährlich nur 14 Tage zur Uebung zusam-men kamen.
Diese Uebersicht wird hinreichend seyn, eine deutlicheVorstellung zu geben, wie die Armee bei Antritt der Re-gierung Friedrichs des Großen zusammengesetzt war.
Unter der Regierung König Friedrichs des II.wurde die Armee vermehrt:
1) durch die Infanterie,Regimenter in der Stamm-Liste des Jahres 1805 mit . . Nr. 33 bis 65.
2) das Cürassier-Regiment ... ,13.
3) die Dragoner, Regimenter . . , 11. 12.
4) die Husaren , . . - 3 bis 10.
bezeichnet.
Die Artillerie wurde auf 4 Regimenter vermehrt.
Alle Zweige der Kriegswissenschaft wurden währenddieser Regierung entweder neu gegründet, oder die schonbestehenden Einrichtungen vermehrt und erweitert. Beson-ders wurde eine Menge taktischer Verbesserungen eingeführt,welche den Zweck hatten, die Truppen beweglicher undmanövrirfähiger zu machen. Gleich zu Anfang der Re-gierung wurde die dreigliedrige Stellung allgemein; vorherstanden blos die Grenadiere in drei Gliedern, und dieMusquetiere sormirten zum Feuern aus vieren drei. Alledrei Glieder mußten beim Laden und Feuern geschlossen blei-ben und behielten das Begönnet beständig aus dem Gewehr,welches vorher nur das erste Glied that. Der bis dahinnicht übliche Linksabmarsch wurde eingeführt und alle Be-wegungen vereinfacht. Zwischen dem zweiten und dritten