schlesischm Kriege kamen die großen Feldübungen in Ge-brauch und im Jahre 1753 fand das erste große Feldma-növer in der Gegend von Spandau statt. Zm Jahre1760 wurde die zweigliedrige Stellung bei der Cavallerieeingeführt. — Die Infanterie wurde gleich nach dem sieben-jährigen Kriege in sechs, die Cavallerie in fünf Jnspectio-nen eingetheilt, nämlich Westphalcn, Magdeburg , die Mar-ken, Pommern, Preußen, Schlesien . In Westphalcn be-fand sich keine Cavallerie-Znspcction.
Zm Jahre 1740 stiftete König Friedrich II. , an dieStelle des Ordens <le la ^«-»orositö, den Militair-Ver-dienst-Orden K (pour le rnäoite), für Offiziere bestimmt,welche sich vor dem Feinde ausgezeichnet hatten.
Bei dem Tode des Königs bestand die Armee ausungefähr 200,000 Mann. Die Thaten dieses Heeres indem schlesischm und siebenjährigen Kriege, bedürfen wederder Erwähnung noch besonderer Lobsprüche.
König Friedrich Wilhelm II. vermehrte das Heer:
1) durch die Infanterie-Regimenter, ehemals Nr. 56.57. und 58., auch wurde das Bataillon Nr. 50. zueinem Regimente und das Regiment (ehemals) Nr.49. mir 2 Grenadier-Compagnien vermehrt.
2) durch 1 Bataillon Husaren.
3) durch 1 - Artillerie.
4) durch einen Tartarcnpulk,
und er errichtete aus schon bestehenden Truppentheilen, na-mentlich aus Garnison -Regimentern, Grenadier-Compagnienund aus Abgaben derselben: 8 Brigaden leichter Infante-rie, jede zu drei Bataillonen.
Unter dieser Regierung wurden 1788 aus den ehe-maligen Garnison -Regimentern Depot-Bataillone gebil-det, die 1797 auf 4 Compagnien vermehrt, den Namendritte Mousqueticr-Bataillone erhielten. IhreBestimmung war, in Kriegszeiten den Abgang der Regi-menter durch exercirte Leute zu ersehen. Zu gleichem Zweckhatte auch die Cavallerie in Kriegszeiten ihre Depots.