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Dieser große Augenblick war nun gekommen. Preu-ßen trat zuerst, mit Rußland verbunden, in den Kampfgegen Unterdrückung und verletztes Recht. Nie war einesKönigs Aufruf zum Kriege freudiger von allen seinen Un-terthanen aufgenommen worden als der gegenwärtige. Al-les griff zu den Waffen. Ohne Unterschied des Alters undStandes wetteiferte jeder, für König, Vaterland und Na-tional-Ehre zu streiten, für diese heiligen Güter, die einfremder Druck deutlicher erkennen und noch höher schätzengelehrt hatte, indem er sie zu verschlingen drohte. Frei-willige Krieger stellten stch in großer Anzahl, und wurden,in Zäger-Detaschements vereinigt, mit den Linien-Regi-mentern verbunden.
Bei der Infanterie wurden 3te Mousquetierbataillonezu den Regimentern errichtet, und außerdem noch Reserve-Bataillone gebildet.
Von den Provinzen Preußen, Pommern und Schle sien wurden 3 National-Cavallerie-Regimenter gestellt, die3 leichte Garde-Cavallerie-Schwadronen mit einer neu zu-sammengesetzten Kosacken-Schwadron, in ein leichtes Gardc-Cavallerie-Regiment vereinigt, und das Lühowsche Frei-Corps gebildet.
Der Aufforderung zur Errichtung einer Landwehr wardie Provinz Preußen zuerst entgegen gekommen, ihre Er-richtung wurde dem größeren Theile nach durch die Pro-vinzialstande ausgeführt.
Ostpreußen und Litthauen stellte:
lr Ldw.-Jnf.-Ngtr. u. 5 Ldw.-Cav.-Ngtr.Westpreußen 2 - - - - 2 - -
Pommern 3 - - - - 3 - - -
Neumark 3 - - - - 2 - - -
Churmark 7 - - - - 7 - - -
Schlesien 17 - - -
wovon nachmals 2 wieder ein-gingen und ... 10 - - r
Zur Begünstigung dieser erforderlichen Formationenwurde für die Dauer des Krieges jede Ausnahme von der