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Stammliste der königlich preussischen Armee seit dem 16ten Jahrhundert bis 1840
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pagnien errichtet, und das Thüringsche Bataillon in dieArmee aufgenommen.

So vermehrt trat die Armee nach dem Waffenstill-stände unter den verbündeten Heeren auf und focht in denSchlachten von Groß-Beeren, an der Kahbach, von Dres­ den , Culm, Dennewitz , Wartenburg , denen bald der grö-ßere Sieg bei Leipzig folgte, welcher die Befreiung Deutsch­ lands entschied. Bei dem wettern Vorrücken, in Folge die-ser Siege, wurden in den wiedereroberten Preußischen Pro-vinzen die Formationen fortgesetzt. Aus MannsfeldschenBergleuten wurde ein Pionier-Bataillon, in dem Gouver-nement Halbcrstadt 4 Landwehr-Jnfanterie-Regimenter und5 Landwehr-Schwadronen, ein National-Cavallerie-Regi-ment, 2 Schwadronen freiwilliger Jäger; im Gouverne-ment Münster 5 Landwehr-Jnfanterie-Regimenter, 5 Land-wehr-Schwadronen und 4 Schwadronen freiwilliger Jä-ger errichtet.

Nachdem die verbündeten Heere in den ersten Tagendes Jahres 1814 den Rhein überschritten hatten, zeichnetensich die Preußischen Waffen abermals in den Schlachtenvon Brienne, Laon und bei vielfältigen Gefechten in Frank­ reich rühmlich aus, bis mit der Schlacht vor Paris dieseHauptstadt fiel und der Krieg sich endigte.

Der nun erfolgte Iste Pariser Friede bestimmte Preu-ßens jetzigen Landerbestand. Bei dieser Erweiterung derMonarchie wurden folgende ausländische Truppen mit über-nommen:

1) die Russisch-Deutsche Legion;

2) die Bergschen Truppen;

3) späterhin, bei Uebernahme des Herzogthums Sach-sen, die aus demselben gebürtigen Truppen.

Die Macht, welche Preußen in diesem denkwürdigenKampfe aufgestellt hatte, betrug 315,835 Combattanten, mitAusschluß der Officiere, und 34,949 Pferde.

Allen denen, welche vorwurfsfrei mitgefochten hatten,verliehen Seine Majestät der König eine Denkmünze

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