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Nachricht von dem Kriege.
Cap. III.fet: gestalt er dieses nicht anders thun kan, er muß denn zugleich die Geld-Sorten in seinen Ländern dünner machen, wodurch aber Handel und Wandelnothwendig in Abnahme gerathen muß.
Er soll darneben weise und vorsichtige Räthe haben, und diese mússen sich, so viel die auswärtigen Dinge betrifft, vornehmlich angelegen seynlassen, dem Fürsten geschickte Gesandten an die fremden Höfe zu verschaffen,Damit er die geheimsten Handel seiner Nachbarn, durch dieselben erfahren,und nach solcher erhaltenen Nachricht so viel Zeit haben möge demjenigen, wasetwa die Ruhe, so er zu genüssen willens, stöhren konte, so viel möglich vorzusFommen.
Was das Innere anbelanget, so müssen dessen Miniftri, nach den weisenund gelinden Regierungs- Regeln, ihren Herrn bey seinen Unterthanen beliebtmachen, und es dahin bringen, daß ihm diese mehr aus Liebe, als aus Furcht,vollkommenen Gehorsam leisten.
Das dritte Capitel.
Cap. III. Er ehrgeizige Fürst hat, über alle ießt angeführte wichtige Puncte,die er mit dem friedliebenden Potentaten gemeinschafftlich beobachten muß, annoch eine unzehlige Menge andere Dinge in acht zu nehmen. Daher muß er allezeit ein mächtiges Kriegs- Heer auf den Beinen hal-ten, seine Truppen offt zusammen ziehen, und sie besehen, um sowohl dieselbenangewöhnen beysammen zu stehen, als auch dadurch Anlaß zu geben, daß erbey seinen untern Officiers, ja so gar bey seinen gemeinen Soldaten bekanntwerde. Neben dem soll er seine Generals zu erhalten und wohl zu tractirenbemühet feyn; darbey sich einer so geheimen Politick bedienen, damit er, durchdie Bewegung seiner Völcker, nicht allzu grossen Verdacht erwecke. Zu demEnde muß er dieselben offt hin und her marschiren lassen, iedoch nicht in derAbsicht, daß es seinen Nachbarn gelten solle, sondern nur die Kriegs- Difciplinzu erhalten, oder aber wegen einiger diensamen Dinge, so das Innere seinesStaats angehen. Uber diß soll er sich der Zwiftigkeiten, die er unter seinenNachbarn geschicklich zu erregen gewust hat, auf alle Art und Weise zu Nusmachen; anbey auch sich eines ieden Fürwands, den sie ihm an die Hand geben, sich mit denselben zu entzweven, bester massen bedienen, woferne solcheVorgeben nur ein wenig scheinbar sind und ihm dienen können. Endlich aberfoll er seine Sachen dergestalt einrichten, damit seine andern Nachbarn nichtZeit haben ihm den Krieg anzukündigen, ehe und bevor er etwas erobert habe,das er nachmahls, durch einen Friedens- Schluß, behalten könne; Gleichwohlmuß er, so weit es ihm möglich ist, sich hierbey bemühen, daß er in gemeldetenTractat solche Artickel, die man auf mancherley Art auslegen kan, mit ein
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