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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Nachricht von dem Kriege. Cap. XLIV. XLV.

Lager zu untersuchen, oder auch Brieffe zu bestellen, weil man sie nicht sosehr, als die Manns- Leute, im Verdacht hat.

Es würde unnüß seyn, wenn man den mancherley Nußen der Spio-nen hier umständlich beschreiben wolte. Es wird schon genug seyn, wennman saget, daß ein Fürst, ein Minister und ein General nicht allzueigentlichwissen können, was in den Staaten und bey den Armeen der Freunde undFeinde vorgehet, und daß man also niemahls zu viel Spionen, von allerhandGattungen und zu allerhand Gebrauch, haben kan.

Cap. XLIV.

Das vier und vierzigste Capitel.

Von den mancherley Arten der Kriege.

Sgiebet fünfferley Arten der Kriege, die allesammt aufverschiedene Manier geführet werden müssen. Der De-fensiv- Brieg, der Offenfiv Krieg, derjenige, so zwischen zwey gleich.mächtigen potentaten sich entsponnen, dann der Hülffs. Krieg,welcher einem alliirten Fürsten beyzuspringen ausserhalb dem Staat geführetwird, oder sich auch mit einem schwachen Sirften zu conjungiren,den ein mächtiger anzugreiffen Luft hatte, und endlich der innerlicheKrieg.

Cap. XLV.

Das fünff und vierzigste Capitel.

Von dem Defenfiv- Krieg.

Swürde sehr schwer fallen, allgemeine Regeln vorzuschreiben,auf was Art dieser Krieg zu führen sey. Es kommt da al-les auf die Klugheit und den vorsichtigen Verstand desjenigen an, der solchen zuführen hat. Nur so viel kan man sagen, daß derselbe entweder ganz unversehens ausgebrochen, oder daß man solchen nicht zeitlich genug zuvorgessehen, oder daß der Verlust einer Schlacht oder einer wichtigen Festung ihmdiese Beschaffenheit zu wege gebracht habe, unerachtet er anfänglich von einer andern Art gewesen seyn möchte. In dem ersten Fall muß man die wesnigen Truppen, so man auf den Beinen hat, so viel möglich schonen DasFuß- Volck soll, nach dem man viele Festungen zu besetzen hat, in diejenigegeworffen werden, deren Belagerung man am unvermeidlichsten achtet, demFeind aber diejenige überlassen, welche man bey Fortfehung des Kriegs entweder leichter wieder erobern, oder von dem Feind am schwersten erhaltenwerden kan. Die Reuterey hingegen muß man in das Feld rücken lassen,iedoch dergestalt, daß sie stets im Stande sey, sich sicher zurück zu ziehen;Dieses thut man nun um deswillen, damit sie den Fütterungen und den Zufuhren des Feindes beschwerlich falle, und hindere, daß die kleinen Partheyen.

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