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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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71
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Nachricht von dem Kriege.

Cap. LIV.

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Zwischen diesen beyden Verschanzungen kan man von innen iede Brückemit einer Brust- Wehr mit ausspringenden Winckeln bedecken, und ebenfallsInfanterie dahin legen, damit diese Brücken, wenn die Armee völlig hinüber gegangen, desto leichter abgeworffen werden können.

Die schwere und kleine Bagages müssen sehr geraume Zeit vor dem Marschder Armee hinüber gegangen seyn, und die Reuterey muß ebenfalls vor demFuß- Volck ihren Marsch antreten. Das erste Fuß- Volck, so über den Flußgehet, soll sich auf der andern Seite sehen, und da verschanset werden. Somuß auch der Feind nichts marschiren sehen, damit er die Zeit des Aufbruchsnicht in Erfahrung bringe und einen Angriff thue, massen die Unordnung indergleichen Fall sehr zu befürchten stehet; und wann der Feind in dem Gesicht des Lagers ist, so muß man nur des Nachts marschiren, iedoch dergestalt, daß die andern Verschanzungen, die Brust- Wehren mit ausspringen-den Winckeln und die Reduten, zu Vermeidung der Unordnung, vorher beyTage wohl besetzet worden. Nichts desto weniger muß auch diesfalls dieZeit auf so eine Art in acht genommen werden, daß der Feind sothane Bewegung nicht sehen möge.

Die dritte Art, eine Armee marschiren zu lassen, wenn selbige nehmlich,wegen Bequemlichkeit des Unterhalts, das Lager verändert, hat, in Ansehungder Vorsichten, nichts besonderes, sondern wird nach den allgemeinen Regeln,wie man marschiren soll, zu Werck gerichtet.

Die vierte, da man nehmlich aufbricht, dem Feind entweder bequemeFütterung zu benehmen, oder auch demselben die leichte Zufuhr auf den Flüsfen zu entziehen, hat ebenfalls keine besondern Regeln. Der ganze Vortheilihrer Bewegung beruhet auf der genauen Erkanntniß, welche der Generalvon dem Lande hat, darinnen er Krieg führet.

Die fünffte ist, wenn man den Feind zwingen will, das Land, wo erstehet, zu verlassen, und diese hat, zu deren Vollziehung, auch keine besondere Regeln. Nur kan man überhaupt so viel sagen, daß man darvon keinenNußen spüren wird, auffer wenn man seinem Feind Anlaß zu fürchten gebenkan, man werde entweder einen von seinen Posten, der nicht wohl versehen,überfallen, oder mit einem Hauffen Neuterey in sein Land hinein streiffen, welcher denn Zeit seines Aussenfeyns von der Armee bedecket, und von der Furcht,eine Schlappe zu bekommen, befreyet seyn möchte.

Die sechste Art, nehmlich dem Feind zu wehren, daß er nicht in ein Landbreche, hat, zu ihrer Vollziehung, noch keine besondere Regel. Ihr Nuken besruhet einzig und allein auf der Fähigkeit des Generals, der zu diesem Vorha-ben den besten Poften zu erwehlen weiß.

Die siebende Art, wie man vor seinem Feind enge Oerter oder einen

Fluß