Nachricht von dem Kriege.
Cap. LVII.
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Abholung bestimmet hat. Jedoch soll man diese lettere Art alsdenn erst inÜbung sehen, wenn es mit aller Sicherheit geschehen kan, weil der Feind, dervon dieser Eintheilung, so an Orten geschehen, die ihm zugehören, auffer ZweiffelNachricht haben, und auch wissen wird, wie besagtes Getreide weggeführetwerden soll, darbey leichtlich einige Hinderniß in den Weg legen, und entwederdasselbige selbst abholen, oder die Futter- Knechte wegnehmen könnte.
Mit dem Futter- holen hinter der Armee soll man gar sparsam umgehen,weil dasselbe, falls man in dem Lager, wo man stehet, lange zu bleiben hatte, zumäussersten Mittel dienen, oder dem Haupt- Quartier, dem Proviant und Artillerie- Wesen gegeben werden muß: gestalt man zu dem Futter- holen, so hinterder Armee geschiehet, ben weitem nicht so wichtige Geleite brauchet, und solchemithin der Armee lange nicht so beschwerlich fallen.
Die Fütterungen auf den Seiten sind abermahl von einer andern Natur.Da muß man fleißig acht haben, daß sie der Feind nicht wegraube, und die Ein-wohner an den umliegenden Oertern solche nicht auf die Seite schaffen. Manmuß solche für die Flügel aufheben oder sparen, welche denn, ieder ins besondere,besagte Fütterung abzuholen besorgt seyn werden, wenn sie derselben benöthigetsind, und von dem General begehret haben: angesehen niemand, ohne des hoch-ften Oberhaupts Erlaubniß, auf Fütterung ausgehen soll.
Bishero habe ich von der Fütterung für das Fuß- Volck noch nichts erwähnet; ich rechne aber ein Bataillon zum höchsten nur für eine Efcadron; dochkan man auch weniger nicht anrechnen. So lange als die Fütterung noch grünist, so sparet man solche bey diesem Corps nicht mehr als bey der Reuterey; undwenn ich von der Fütterung nach den Flügela Meldung gethan, habe ich vorsausgefeßt, daß man es von der Heiffte der Armee verstehen solte. Wann hinsgegen die Fütterung trocken ist, so giebet man dem Fuß- Volck weniger davon,weil man nicht haben will, daß solches das Getreide wegnehme, welches dieReuterey unumgänglich von nöthen hat. Wann man es austheilet so gefchieshet es gar selten, daß man dem Fuß- Volck etwas darvon giebet, weil es zumFechten keine Pferde von nöthen hat. Man bekümmert sich um die Bagage-und Reit- Pferde der Officiers eben so sehr nicht, ob sie wohl gefüttert werden;Dieweil sie aber von der gemeinen Fütterung der Armee ebenfalls erhalten wereden müssen, so gehen sie nicht weniger darauf aus, wie das übrige von der Aremee; allein was das besondere Futter anlanget, und vornehmlich das trockene, sotasset man allezeit die Neuterey den Anfang machen und das Getreide abführen,und wann ja das reiche Land verursachet, daß man dem Fuß- Volck etwas darvongiebet, so ist es stets sehr wenig, wie ich alleweile angezeiget habe.
Nachdem ich nun von allen Arten des Futter- holens geredet habe, so istnichts übrig, als daß ich diesem noch beyfüge, daß ie mehr die Fütterung wohl in
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