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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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145
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Nachricht von dem Kriege.

Cap. XCII.

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dem Musqueten Feuer das Handwerck legen. Wenn das Wasser in demGraben fliessend ist, und nicht abgeleitet werden kan, so werden diese Über-gånge über Gråben sehr schwer, und mögen nicht anders, als mit grosserGedult, vollbracht werden: auch muß man, vermittelst derer auf die Contre-scarpe gebaueten Batterien, an den Basteyen so wichtig Bresche schiessen,daß der Schutt von der Bresche den Graben dermassen enge mache, daß man,auf einigen Stücken Holtz oder Kähnen, die Minirer und bewehrte Leute hinsüber schicken könne, um sich in dem Schutt von der Bresche einzugraben, undsolchen Platz zu behaupten, weil sie durch das stetige Feuer von den Traverssen, die man in dem bedeckten Weg und in der Contrescarpe angeleget, kräff-tig fecundiret werden. Darauf sie denn zur rechten und lincken unter dieBastey dringen, deren Haupt- Seite gänglich eröffnen, und die Bresche inden Stand setzen müssen, damit man einen so ansehnlichen Hauffen dahinordnen möge, daß er sich weiter hinan eingraben könne, bis man endlich dieHöhe der Bresche erreichet hat; von dar aber gehet man, mit Spreng- Gruben, auf der rechten und lincken immer weiter fort, und nöthiget den FeindDen bestrichenen Winckel der Bastey zu verlassen, setzet sich auch und ver=schanzet sich daselbst dergestalt, daß man von dem Feind nicht wieder daraus vertrieben werden mag, wenn er sich gleich dasselbe mit ganzer Gewaltunterstehen wolte.

Gleichwie es aber geschehen kan, daß das Wasser in einem Grabenaufgehalten oder durch Schüße aufgedammet wird, so muß man solche mitden Stücken, die man in die Contrescarpe gepflanzet, niederschiessen, wennsie können gesehen werden, hingegen mit den Bomben solche ruiniren, fallssie gegen die Fronte des Angriffs verdecket liegen. Dieses letztere Mittelist, bey seiner Vollstreckung, so gar sicher nicht: denn wie das oberste desWehrs oder Schußes im Wasser eine spizig- zugehende Abdachung ist, sofällt es gar schwer, daß eine Bombe auf ein solches kleines Ding gerichteswerden könne, daher man dem ungefähren Zufall dessen Untergang wirdbeyzumessen haben.

Was den Übergang über die trockene Gråben an den Basteyen anbeslanget, an welche man gewöhnlicher massen nur auf den Haupt- Seiten Brescheleget, so sind dieselben entweder mit Mauer. Werck eingefasset, oder nicht.Sind sie mit Steinen verkleidet, so muß man solche Einfassung, durch SprengsGruben, an den Rand des Grabens herab werffen, damit man leicht draufsteigen kan, entweder die Minirer zu beschützen, oder Galerien zu machen,dieselben allda anzuhängen.

Der Feind kan diesen Übergang auf zweyerley Art streitig machen:entweder mit aufferster Gewalt, durch grosse Ausfälle, durch Traversen, oder

Erster Theil.

Durch