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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Cap. CII.

Nachricht von dem Kriege. Cap. CII.

Das hundert und andere Capitel.com bbitVon den Winter Quartieren.

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Ann nun endlich die schlimme Jahrs- Zeit ganz und gar herbeygekommen, so gehet man in die Winter- Quartiere, die denn,nach dem Erfolg des Feld- Zugs, entweder in Feindes Land, oder in des Fürstenfeinem genommen werden. Ist es in dem feindlichen Lande so muß man sich dahinbestreben, daß es in verschlossenen Orten sey; ja man muß diese so gar ausser denÜberfall und in den Stand seßen, im Fall eines Angriffs, sich so lange zu wehren,bis sie durch die Zusammenstoffung der andernQuartiere entsetzet werden können.Wie aber das Fuß- Bolck nicht so viel Obdach, noch auch so viele Fütterung,als die Reuterey, von nöthen hat, so muß man dasselbe so viel es mit Bequemlichkeitgeschehen kanzusammen und an sothane Oerter legen, wo es so viel Fütterung giesbet, als man nach Anzahl der Truppen gebrauchet. Jedoch soll man weder dasFuß- Volck, wegen der Vorfallenheiten von aussen, ohne Reuterey, in die Quartiere legen, noch diese allein cinquartieren, weil das Fuß- Volck zur inwendigenBewachung des Quartiers nöthig ist.

Wie nun diese Winter- Quartiere im feindlichen Lande ein Zeichen sind,daß man die Oberhand hat, so muß man die Armee von ihren Generalen nicht entsblofen, massen diese in ihren angewiesenen Quartieren bleiben, auf deren sämmtliche Erhaltung und der Truppen ihre, wohl achtung geben, und dem General vonallem, was vorgehet, Bericht erstatten sollen.

Der General aber muß sein Quartier an dem bequemften Ort so nehmen,daß er allenthalben bey der Hand fey. Und so viel was die Dienste betrifft. i

Was den Unterhalt und die Ergänzung der Truppen anbelanget so gefchiehet solches auf zweyerley Manieren. Den Unterhalt nimmt man, vermittelst derEintheilungen, an den Oertern, wo die Truppen einquartieret sind, wie nicht weniger von dem platten Lande, so zugedachten Orten gehöret, und aus dem feindlichenZand welches mit den Quartieren, so unter Contribution stehen, benachbart sind.

Dieser Unterhalt wird entweder in Natur, oder an Gelde, geliefert. Derin Natur bestehet im Obdach in dem Getreide, in der Fütterung, im Stroh, in denBetten, und dem kleinen Servis, als Holk, Licht, und dergleichen. Was an Gel-De geliefert wird, dasselbe ist der Servis, der zu Ergänzung der Truppen eingehosben wird, wodurch der Fürst seinen Geld- Caffen eine Erleichterung angedeyen låffet, wenn er solchen aus des Feindes Lande bekommen kan; es geschiehet aber solthes, vermittelst eines Vergleichs, mit dem Lande. dhe in

Der besondere Vergleich, welchen die Oerter, zu Erhaltung guter Ordnung,mit den Truppen machen, ist, nach dem Reichthum des Landes, wichtig oder besdeutet so viel nicht. Das platte Land ist mit dem Unterhalt in Natur insgemeinmehr beschweret, als die Derter, wo die Truppen stehen; dahingegen diese, in Anefehung dessen, was an Gelde geliefert wird, wie der Servis, wegen des Tracta-Jindments