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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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115
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. VII.nahm, auch Mr. de Turenne fast zu eben der Zeit, nachdem er das Treffenbey Singheim erhalten, die Gleichheit der Macht mit den Feinden erlangete.Nicht weniger brachte der Printz von Conde, durch den Vortheil, welchen erin dem Treffen bey Seneff erhalten, die Feinde um die erforderten Mittel, ci-nen Offenfiv Krieg wieder uns anzustellen, machte es auch so, daß sie es beyder Gleichheit musten bewenden lassen. Eben so erhielte sich der Marschallde Turenne, durch die in der Schlacht bey Einsheim erlangte Vortheile,bey der Gleichheit, und da das Treffen bey Mühlhausen und Colmar nichtminder zu seinem Besten ausfiel, so war er endlich den Feinden gar überlegen,dergestalt, daß er die Beschaffenheit des Kriegs so gar bis auf das folgendeJahr, in welchem er todt blieb, glücklich zu verändern wuste.

Kurz, es lieff bey nahe dieser ganze Krieg für den König rühmlich ab, ermochte entweder selbst etwas vornehmen, oder es durch seine Generals verrichten; also daß, unerachtet er von der Natur eines Kriegs, der zwischengleichen Machten geführet wird, in der That war, dennoch in allen Feldzügen,Durch glückliche Unternehmungen und ansehnliche Kriegs- Verrichtungen, bemercket ward.

Der Krieg, welcher im Jahr 1688. seinen Anfang nahm, und erst beydem Ryswickischen Frieden wiederum zu Ende gieng, kan mit unter die Zahlder Kriege von dieser dritten Art gesetzet werden. Zwar war derselbe anfangslich, auf unserer Seite, gegen den Kayser, offenfiv; nachdem aber solcher,vermittelst des Bundes der Europäischen Potentaten, gleich in dem folgendenJahr 1689. allgemein geworden, so schiene er auf unser Seite gang defenfiv.Darauf gieng der Konig anno 1690. in Flandern und Piemont wieder offen-fivè; in Teutschland hingegen war der Krieg von der dritten Art, und bliebdarbey bis auf den Frieden. Nach diesem legten wir uns, in Piemont, wie-Derum auf die Defenfive, und in Flandern agirten wir offenfivè, bis auf dasJahr 1695. Da dieser Krieg wiederum zu der dritten Art, nehmlich der zwischengleich mächtigen Herrschafften geführet wird, ausschlug, wiewohl doch aufSeiten unserer Feinde einige Merckmahle der Oberhand mit unterlieffen, in-dem selbige gleichwohl Namur wiederum eroberten.

Der Krieg, welcher im Jahr 1701. wegen der Erbfolge in der Spani-fchen Monarchie, angieng, hatte das Ansehen, als wenn er unsers Orts mitDer Offenfive seinen Anfang nehmen solte, angesehen es gar vernünfftig schiene,wenn man dachte, die ihres gemeinen Intereffe halber mit einander vereinig-ten Cronen, Franckreich und Spanien, solten nicht gestatten, daß diejenigenHerrschafften, welche dem Teutschen Hause Oesterreich zum Vortheil undBesten zusammen treten wolten, die erforderten Anstalten gemacht hätten,

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