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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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321
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 321ich von den Umständen reden, darinnen sich der Pring Eugenius befand, gestaltdieselben nicht unbewust seyn solten, weil solche an der Beschaffenheit desLandes hiengen. Es hatte aber damit folgende Bewandniß.

Dieser Print batte seinen rechten Flügel an der Haine, seinen linckenan der Trouille bey Gevries, sein Centrum gegen Sipply, und die Trouilleund Mons hinter sich; dessen Lager aber war, durch gedachte kleine Bache,durchschnitten. Daher siehet man, daß, wenn der Marschall de Villars fichgleich vom neunten an, jenseit der Tieffe, postiret hätte, es dem Prinzen Eu-genio würde sehr schwer gefallen seyn, die Fronte der Linien seiner Armee soanzulegen, daß ein Theil zu dem andern gelangen mögen, weil er dasselbenicht anders thun können, als wenn er, vorn vor diesen beyden Linien, die Bachemit Brücken beleget hätte, wodurch man aber dennoch stets genöthiget worsden, die Truppen von einem Zwischen- Raum der Bäche zu dem andern einzein gehen zu lassen. Auch wolte der Print Eugenius unfere Armee vorn vorfeinem Lager nicht erwarten, sondern ob er gleich, wegen Abwesenheit des beyTournai gelaffenen Corps, so unter zwey Tagen nicht zu ihm stoffen konnte,in der That weit schwächer, als wir, an Fuß Volck war, so unterließ erDennoch nicht, gegen uns anzurücken, und uns vor der Tieffe zu zeigen, was eran Truppen und Geschütz bey sich führte.

Allein eben deswegen, daß er sich stellete, als wenn er uns, bey dem Hersausgang aus der Tieffe, angreiffen wolte, hätten wir Anlaß nehmen sollen,in solche hinein zu rücken, und zwar nach der Einrichtung, darein wir uns,wie obgedacht, sehen, uns deren bemeistern und dadurch marschiren sollen:angesehen wir wissen konnten, daß vorgemeldete Bäche, an die wir bey ihrerQuelle kamen, uns eine grosse Bequemlichkeit darreichen würden, unsere Frontevor dem Feind auszudehnen, da es ihm hingegen so leicht nicht fallen würde,sich nach unfern Bewegungen zu richten, indem ihm die Bache, welche nachder Maasse, da sie sich der Trouille näherten, immer stärcker und schwerer zupaffiren wurden, stets im Wege waren; daher wir denn mit unsern grossenAngriffen, gegen den Theil der feindlichen Armee, die uns am leichtesten zuruiniren geschienen, sonder Schwürigkeit hatten gehen können.

Auch konnten wir, vermittelst der Strassen, so durch die Hölzzer gienagen, und mit Beyhülffe unsers Fuß- Volcks, welches die Tieffe nicht faffenmögen, unsere Reuterey über die Gehölze hinaus gehen lassen, und solche aufeine grössere Fronte, als des Feindes seine, stellen lassen, weil dieser von denBächen stets eingeschräncket ward; darauf aber hätten wir die ganze Fronteunserer Armee wiederum zusammen fügen können, nachdem wir den Feind vornvor der Tieffe weggebracht gehabt hätten.

Jedoch machte man gar keine Anstalt, ein Treffen anzugehen, sondernZweyter Theil,

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