XIX
Die Artillerie wurde auf 4 Reg. vermehrt. AlleM her Kriegswiffenschaft wu den wäkrend dieser
Regierung entweder neu gegründet, oder die schon be»stehenden Einrichtungen vermehrt und erweitert. Beiseinem Tode, 1786^ bestand die'Irmee aus ungefähr222.000 Mann. Die Thaten dieses Heeres in demschlestschen und siebenjährigen Kriege bedürfen wederErwähnung, noch Lobsprüche,ist. Kdnig Friedrich Wilhelm II vermehrte das Heer:
1) Durch die Juf. Reg. N. 56. 57- u. 58-, auchwurde das Bat. N. 50. zu einem Regimentecompletirt, und das Reg. N. 49. mit 2 Gren.Comp. vermehrt.
2) Durch 8 Brigaden leichter Infanterie, jede zuZ Bataillons.
'-so z) Durch l Bat. Husaren,
jiz 4) Durch 1 Bat. Artillerie,
c» 5) Durch den Tatarenpulk.
"" Ferner wurden unter dieser Regierung, im Jahre"" 1788, die damals sogenannten Depvtbataillons errich-ter, welche aus den ehemaligen Garnisonregimenternformirt wurden. 1797 wurden solche auf 4 Comp. ver-ut- mehrt, und erhielten den Namen drittes Musquetier-ilt bataillon. Ihre Bestimmung ist, in Kriegszeiten denar. Abgang der Regimenter durch gut exercirte Leute zu er-setzen. Zu dieser Absicht hat auch die Cavallerie inAriegszeiten ihre Depots. Die Montirung der drittenps Bataillons ist der des Regiments gleich, nur haben>n, die Gemeinen keine Bleche auf den Patrontaschen undIst keine -Seitengewehre.
e» Die Infanterie erhielt zweiklappige Hüthe, egaleweiße Untermontirung, und die Feldwebel und Wacht-meister silberne Portepees. Bei Sr. jetzigen Majestätwurden diese Hüthe wieder abgeschafft.
Jedem Infanterieregimente wurde Artillerie zuge-geben. Zur Versorgung der alten, zum Dienst unfähigenLeute, wurde bei jedem Regimente eine Jnvaliden-Eompagnie errichtet, und noch überdies nach und nach17 Provinzial- Invaliden-Compagnieen gestiftet.