Band 
Erster Band.
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Einleitung.

gramsten Alterthum haben die Völker, die sich beinahe ausschließlichdem Ackerbau widmeten, wahrscheinlich keine andere Architektur gekannt,als jene ursprüngliche Bauart, die den physischen Bedürfnissen desMenschen ') wesentlich untergeordnet war: die Erfahrung und die Aus-bildung vervollkommneten unmerklicher Weise die Verfahrungsartendieser Kunst, und in der Weltgeschichte waren die religiösen Denkmaleder erste Gegenstand von den Studien der Baukunst. Von den Tem-peln gieng die Anwendung dieser Kunst nach und nach auf andereGebäude über, welche die stets wachsenden Bedürfnisse der Gesellschaftbald nothwendig machten; überall wurde die Erbauung von dauerhaftenDenkmalen in den Augen der lebenden Geschlechter ein gesichertesMittel, den Bestand ihrer Institutionen zu verewigen.

Die Versuche der Baukunst sind eben so sehr durch die Naturder materiellen Hülfsmittel, welche die Gegenden den ersten Völker-schaften, wo sie sich versammelt befanden, darbieten konnten, untersich verschieden, als durch den politischen und moralischen Einfluß,unter dem sich ihr Verstand entwickelte. Dies ist der Grund, warumdiese Kunst, unabhängig von dem Grade des Reichthums des Bodensan tauglichen Baumaterialien, zuerst da seiner Vervollkommnung nähererscheint, wo die Beurtheilungskraft weit mehr als die bloße Praxisbei ihren ersten Zusammenstellungen den Vorsitz führte.

Bei den Aegyptern, welche im hohen Alterthum die Zukunft zuerstgeahnt zu haben scheinen, hatte die Baukunst von ihrem Ursprung annichts als eine unveränderliche Dauer im Auge: dieser einmal erreichteZweck, der das Resultat von Verfahrungsarten war, welche weit mehr

i) Man sehe Vitruvs zweites Buch, 1. Kap. ve iniiiis tecivrum.Rondelet's Kunst zu bauen. 1. Lh. 1