Einleitung.
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zu ergänzen, die der wagrechtc Zusammenhang des Steins andcrSwodargeboten hatte, um bei dem Bauwesen die Stelle der Balken zuersetzen.
Wahrend sie so eine Schwierigkeit behandelten, durch welche dieAegypter und Griechen aufgehalten worden zu seyn scheinen, giengauch ein anderer Construktionszweig, welcher wehr dem Drang derBedürfnisse eines Volks angemessen war, dessen Entwickelungen wschnell fortschritten, seiner Vollkommenheit entgegen; ich meine den,wo das Verbindungsmittel der Materialien unter einander die größteRolle spielt. Endlich schienen die Hilfsmittel der Baukunst im Ver-hältniß der allmäligen Vergrößerung des Reichs') beständig zuzuneh-men; und als eine lange Reihe von Erfolgen seinen Wohlstand ausdie höchste Stufe erhoben hatte, sah man die Architektur unter allenKünsten den einzigen Gegenstand des Stolzes eines Volkes werden,das die Andern in mehr als einer Art von Ruhm übertreffen hatte.Es wurden damals Architekten aus Griechenland berufen, um mirdenen von Rom beizutragen, diese Kunst auf die Stufe seiner neuenBestimmung zu erheben.
Als Frucht dieses allgemeinen Wetteifers sah man jene prächtigenDenkmale hervorgehen, deren Anzahl und Größe man kaum glaubenkönnte, wenn nicht die majestätischen Ruinen derselben noch heutzutageunsere Bewunderung erregten. Mitten unter einer Menge von Gebäuden,die durch verschiedenartiges Verdienst mehr oder minder bemerkenswert!)sind, zeichnet sich eines besonders aus, welches von unermeßlichenFortschritten in allen Theilen der Kunst zeugt, und was wir heutigesTags mit dem Namen des Fricdcnstempcls bezeichnen. Die Archi-tektur hatte in der That vielleicht nie etwas hervorgebracht, was mitdiesem verglichen werden könnte, und um von seinem Verdienst bloßin Beziehung auf die Baukunst zu sprechen'), welche unendliche Größevon bedecktem Raum! welche crstaunenswürdige Genauigkeit des Vcr-
1) Die Römer machte» bei ihren, Bauwesen Gebrauch von den Metallen,»m das Zimmerwerk zu ersetzen; sie bildeten daraus selbst Dachstühte, Ge-wölbe und-Decken, wie am Portikus des Pantheon und bei den Bädern desAnionin Caracalla. Mau sehe die 28. Kupfer-tafel, kig. 17 , und die Einleitungder 2. Abtheilung des 7. Buches.
2) Man sehe, was über diesen Gegenstand in der Einleitung des 9. Buchesgesagt wird.
Anmerkungen d. Verfassers.