Band 
Erster Band.
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Einleitung.

Ihr erstes Werk'), oder wenigstens das Einzige, von jenen altenZeiten, das uns auf eine glaubwürdige Art bekannt ist, stellt ebenso-wohl das Zeugniß einer erleuchteten Beurtheilungskraft, als einersinnreichen Ausführung dar. Man sieht dabei den Stein, anstatt ihnsenkrecht zu legen, in Keile oder Gewö'lbsteine eintheilen, die denDruck eines Bogens gleichmäßig unter sich vertheilen, den Bedingungender Zerbrechlichkeit entgehen, keine Grenze ihrer Widerstandskraft ken-nen, als die, welche die Natur der Dichtigkeit dieses Materials gesetzthat. Auf diese Art wissen sie von ihrem ersten Versuche an durch einesinnreiche Verbindung die gefährliche und zu beschränkte Verstärkung -)

als im 5. Kap. deS i. Buchs, bei Gelegenheit von runde» Thürmen, schätzter den Effekt der kreisförmigen Zusammensetzungen, die auS keilförmigen Stei-nen bestehe». Der Vortheil, reu die Anwendung von Bögen für die Sicher-heit und Leichtigkeit der Ausführung überdies darbot, wurde noch durch dieBefreiung vermehrt, in die man sich von den alten, jeder griechischen Ordnunganklebenden, Proportionen gesetzt hatte.

1) Der Abfluß deS See'S von Albano, der im Jahre Z58 der Gründungvon Rom erbaut wurde. Desgleichen kann man die Abzngdohle» von Rom anführen, welche unter der Regierung von Tarqni» dem Aeltcrn 580 Jahrevor der gemeinen Zeitrechnung erbaut wurden. ES ist dabei bemerkenSwerth,daß dieser Fürst, der bei den EtruSker» zu einer Zeit gebore» wurde, wodiese Nation die blühendste war, als er nach Rom kam, eine große Zahl vonPersonen mitbrachte, »nter denen sich Gelehrte aus alle» Fächern der Künstelind Wissenschaften befanden, auf die er sich selbst gelegt hatte. Dieseköstliche Tradition und andere bei diesem Werke niedergelegte Thatsachenbezeuge», daß die Baukunst auf einer ziemlich vorgerückten Stufe bei dieserNation war; allein wegen der beinahe gänzlichen Zerstörung ihrer Gebäudeund der wenigen Notizen, welche ihre GeschichtS-Urknnde» über diese» Gegen-stand darbieten, ist eS von da an unmöglich, anderSwo als bei den Römernalle» Entwickelungen dieser Kunst in Italien zu folgen.

2) Seitdem die Knust durch verschiedene Mittel jene anS Marmorstücken

zusammengesetzte Plafonds ersetzt hat, welche die Säulenhallen der Tempel vonAthen nach Art der Balken bedeckte», scheint eS, daß man bei dem Anblickdieser vergänglichen Construklionen sich heutiges TagS eines Gefühls von Schrecke»nicht würde enthalten können, dem ähnlich, den die Beduine» vor den Häusernvon 8r. äclln tigere empfanden, als sie zur Zeit DaherS lief aus der Wüstein diese Stadt geführt wurden. Jene Araber, sagt Volney , welche kein an-deres Schnzdach kannten, als ihre aus Ziegen- oder Kameelhaaren gewirkteZelten, konnten nicht begreifen wie die Häuser sich stehend erhielten, »och wieman eS wagte, darunter zu wohnen. (Reise nach Syrien, PariS 1787, i. Thl.,pax. Z58.) Anmerk. d. Verfassers.