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Grabrede von Hrn. Vaudoyer.
»dieser Kirche zugetheilt war und sie auf eine wesentlich nützliche Art»befördern half, so that er sich doch nie auf die glücklichen Resultate»seiner Berechnungen, noch auf die Geschicklichkeit seiner Anordnungen»etwas zu gut, sondern seine Dankbarkeit und Bescheidenheit wiesen»es stets dem Verdienste Soufflot's zu.
»Die Genovefcn-Kirche hatte seit ihrem Entstehen an einigen»Construktions-Fehlern zu leiden; sie kamen weder von Soufflot,»noch von Hrn. Rondelet, wohl aber von der Nachlässigkeit einiger»Bau-Unternehmer her: sie bestanden zudem vor der Ankunft des»Hrn. Rondelet zu Paris , und dieser Künstler, der einige Jahre»später zur Verbesserung jener ziemlich bedeutenden Fehler, welche»selbst die Dauer des Gebäudes in Gefahr setzen konnten, aufgefordert»wurde, erreichte dabei trotz unzähliger Schwierigkeiten mit eben so»sinnreichen Vorsichtsmaßregeln als tiefer Beurtheilungskraft und mit»dem glücklichsten Erfolge seine Absicht so gut, daß dieses gefährliche»Unternehmen allgemeinen Beifall verdiente.
»Soufflot starb im Jahr 1780 und ließ die Genovefen-Kirche»unvollendet und ohne den Dom derselben angefangen zu haben. Die»Kritiker jener Zeit hatten entschieden, daß die Ausführung dieses»Doms durchaus unmöglich sey. Hr. Rondelet, der dem Ruhm»Soufflot's die Krone aufsetzen und sich zu dessen Mitgcnossen machen»wollte, beantwortete jene Kritiken mit einer eben so schnellen als»geschickten Ausführung der doppelten Säulenstellung und dreifachen»Kuppel, welche die Basilika der Schutzheiligen von Paris ') so»herrlich kränzen.
»Dieses auf dem höchsten Punkte der Hauptstadt gelegene Denk-»mal erhält sich seit mehr als 30 Jahren majestätisch und ohne die»geringste Veränderung; es verkündet ganz Europa die Talente seines»Erbauers und wird den künftigen Jahrhunderten die Vortrefflichkeit»der Künste in Frankreich beweisen.
»Hr. Rondelet hatte in Italien lange Zeit die Bauart der Alten»studirt; er ordnete daher sowohl das, was er bei jenen Alterrhums-»forschungen für unsern Gebrauch Anwendbares entdeckt hatte, als seine»eigene Erfahrungen, die ihn durch eine lange Praxis an öffentlichen
i) Dieses Denkmal ist seit der Julius-Revolution seiner frühern Be-stimmung als Pantheon zurückgegeben worden.
Anmerk. d. Ueberseyers.