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Grabrede von Hrn. Baltard.
»die Fortschritte der Architektur unternommen hat. Wenn jedoch die»Ausdrücke des Gefühls, das mich jetzt beseelt, Ihrer Erwartung nicht»entsprächen, so würde ich mich auf Ihr Wohlwollen berufen, welches-eine Art von ganz besonderer Eigenschaft, das natürliche Merkmal»ausgezeichneter Männer ist und das derjenige niemals gegen mich»verläugnete, dessen Verlust wir Alle bedauern, der sich eben so»wohl durch seine persönliche Eigenschaften als durch seine uner-meßliche Arbeiten so viele Rechte auf unser bleibendes Andenken»erworben hat.
»Johann Rondclet ward zu Lyon im Jahr 1743 geboren; er»studierte daselbst im Jesuiten -Collegium sehr fleißig und die Sorgfalt»des Hrn. Loycr, dessen Schüler er war, weckte seine Neigung zur»Architektur. Kaum 20 Jahre alt, lockte ihn der hohe Ruf Soufflot's»in dessen Schule, wo ihm bald das Zutrauen dieses berühmten»Architekten das Glück verschaffte, in dessen Kabinet angestellt und»später mit der Inspektion über die Arbeiten der Genovcfen-Kirche,»die schon in vollem Ganze waren, beauftragt zu werden.
»Zu jener Zeit bereitete er sich neben der wachsamsten Aufsicht»dieser Arbeiten zu den wichtigen Geschäften vor, zu denen er eines»Tags berufen werden sollte, um die Fehler des schlechten Construk-»tions-Systems zu verbessern, zu dem man sich hatte verleiten lassen,»ehe er Theil an den Entwürfen der einzelnen Darstellungen der»Ausführung nahm, ein System, welches den Bestand des ganzen»Obertheils der Kirche sehr aufs Spiel setzen mußte, das doch Zeuge»von ungemeiner Kühnheit in der Eonstruktion, durch seine Eleganz»eben so schätzenswert!) als durch die Reinheit seiner Architektur, wer-»den sollte, und welches in der Folge unter dem Einfluß des guten»Geschmacks, der bereits in unserer Schule herrschte, und eines Ge-kehrten, der gleichsam den Ruhm mit Hrn. Nondelet theilte, ausge-»gebaut wurde.
»Ehe er so große Resultate erreicht hatte, wurden die Arbeiten»mehrmals eingestellt, und im Jahr 1783 benutzte Rondelct, als»damaliger Jnspetor, deren Unterbrechung, um mit Begünstigung der»Regierung eine Reise nach Italien zu unternehmen. Diese Reise»war vorncmlich den Nachforschungen in Hinsicht der Eonstruktion»antiker Bauwerke gewidmet.
»Zwei Jahre solcher Nachforschungen und einer mit der Königl.»Baudircktion unterhaltenen Correspondenz dienten zur Ausarbeitung