Kenntniß der Vnuinaten'alieii; von den Steinen. 29Von den Steinen, welche als Mühlsteine') benutzt werden
(^iorro <It! Iiiouli» ro).
Sie sind eine Zusammensetzung von quarzigen und groben ver-härteten Bruchstücken, deren Gefüge von Lochern durchsäct ist, man
Pflastersteine beinahe gar nicht am Cement hängen, und tast, wenn sie nichtdurch ihre Form in der Art von Zelle, in der sie sich eingelegt befanden, fest-gehalten wurde», man sie leicht herauszöge, ohne daß eine Spur von Mörtelauf den Ncbenseiten dieser Pflastersteine zurnckblicbe, auch die der Zelleglatt blieben *). Anmerk. d. Vers.
1) Da die Unlerscheidungs-Kennzeichen dieser Steingattung im franz.Original zu unbestimmt und der GeschlechtS-Namc derselben in mineralogischerHinsicht dabei nicht angegeben ist, so füge ich hier zur Vervollständigung einenAuszug aus F. Accnm'S Handbuch der Beschaffenheit der Danmaterialieu,I. Band, S. 348 bei:
Löcheriger Quarz, oder zellulärer Quarz-Mühlstein.
Unter dieser Benennung ist eine Steiuart bekannt, welche aus einer zahl-losen Menge nicht mit einander in Verbindung stehender, unregelmäßigenBlasenränme bestehet, die eine Art netzförmiges Gewebe bilden. Die Höh-lungen bestehen gänzlich anS an einander gekitteten Bruchstücken von Quarz-krystallen, die mit einer Qnarzmaffe zusammen gekittet sind.
Der Stein ist hier und da mit rothem Eisenoryd gefärbt und giebt lebhafteFunken mit Stahl, er ritzt Glas, und wird von Salzsäure nicht angegriffen.Die Farbe deS löcherigen QnarzgaseS ist gemeiniglich weiß, etwas in'S Röthlichesich neigend. Plan findet aber auch bläulich gefärbten und braunen, löcherigenQuarz; diese Spielarten sind aber nicht so hart als der weiße, löcherige Quarz.
Dieser Stein ist wahrscheinlich nichts anderes als das quarzige Gerippeeiner Kieselkalk- oder Kieselthvu-FelSart, die durch uns unbekannte Einwir-kungen, seiner übrige» Gemengtheile beraubt wurde, und dieses zeitige Quarz-Gerippe zurück gelassen hat. Er enthält öfters Druse» von Quarzkrystallen.
Man findet diesen Stein in eckigen Blöcken, die selten Lager über l0 bis15 Fnß Mächtigkeit bilden. Er kommt nur in wenigen Ländern vor. Manfindet ihn nur im Becken von Paris, und in einigen anderen Gegenden Frank-reichs an dem Gipfel der Hügel, am nördlichen Ufer der Marne und Seine,auf dem Plateau des WaldeS von dlontmore-iicx unweit deS Dorfes 8a,nt-p>lx, auch zwischen gleich,,> und kricl in der Gegend zwischen der Seine undMarne (la b'eite sous äouarre). Er kommt in einem braun-rothen Thonlager
*) Dagegen sagt Wolfram in dem ersten Theil seines ,,Handbuches für Baumeister" Seite SL:daß der Quarz wegen seiner Härte und unregelmäßigen Form als Mauerstein nicht oft angewendetwerde. Doch findet man ihn in alten Gemäuern. Zum Mörtel hat er eine große Anziehung.Auch ist er sehr dauerhaft in der Witterung. Die Alten haben ihn zu ihren in Kastenwerk aufge-führten Mauerwerlen von Mörtel und unregelmäßigen Steingrschieden benutzt, wie Surcow in denchurpfälz. Bemerkungen anführt. Anmerk. d. liebersetz.