Band 
Erster Band.
Seite
28
JPEG-Download
 

28 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abthcil. 1. Kap.

riges Gefügt) hat, so läßt sie sich nach allen Richtungen in beliebigerGröße trennen (nach dem Ausdruck der Steinbrecher stoßen)').

Bon den quarzigen, sogenannten Feuer- oder Gewehr-steinen, und von den Mühlsteinen.

Man findet in mehreren Ländern Feuersteine, welche sowohl zumStraßenpflaster, als auch zur Anwendung beim Bauwesen groß genugsind, allein die Erfahrung hat gelehrt, daß ihre äußere Flächen zuglatt sind, um daß der Mörtel oder der Cement sich stark darananhängen und eine dauerhafte Arbeit ausmachen könne *).

1) Das Behaue» deS Sandsteins ist für die Leute, welche ihn bearbeiten,lebensgefährlich; diese Arbeit erfordert von ihnen besondere Vorsicht wegendem außerordentlich feinen Stanb, den das Behanen verursacht, und der sodünn ist, daß er durch die Poren des Glases dringt. Man hat die Erfahrunggemacht, daß der Boden einer gut gepfropften und versiegelten Flasche, dieman neben einen Steinhaner stellte, nach Verfloß von zwei bis drei Tagenganz davon bedeckt war. Dieser Staub verursacht denselben einen sehr beschwer»liehen Husten, besonders wenn sie nicht in der freien Luft arbeiten. Um sichdavor zn schützen, haben die an dieses Geschäft gewohnte» Arbeiter die Vorsicht,sich so zn stelle», daß der Luftzug diesen Stanb von ihnen wegjagt.

Man bedient sich der Sandsteine zum Banen in verschiedenen Ländern,wo sie sich zu diesem Gebrauch eignen. Als Hausteine benutzt, sind sie mirdann gut, wenn man eine gute Auswahl davon trifft; es ist aber nicht derselbeFall, wenn sie als Mauersteine verarbeitet werde», weil der Mörtel, in demdie vorzüglichste Stärke dieser Banart liegt, sich nicht gut mit den Sandsteiiienverbindete»). Dies ist eine der Ursache», warum ihr Gebrauch aus Paris ver-bannt ist: überdies sind daselbst gute Quader- und Mauersteine genug vorhandenund kosten oft weniger. Anmerk. d. Verf.

2) Die Terrasse über der Sternwarte zn Paris war mit Würfeln vondieser Stcinart gepflastert und in einer starken Lage von Cement eingesetzt.Da diese mit der größten Sorgfalt gefertigte Arbeit das Gebäude nicht vordem Eindringen des Wassers, welches die Gewölbe zerstörte, sicher stellenkonnte, so hatte Oe,,»»,,, Soulllot im Sinne, dieses Pflaster durch eine starke

.Lage von Loriol 'schem Mörtel zu ersetzen; aber auf meine Bemerkungen ent-schied er sich für eine Bedeckung von übereinander liegenden Steinen, wovonich ihm die Details vorgelegt hatte, und die von derjenigen verschiede» war,die seither ausgeführt worden ist.

Als ich mit diesem geschickte» Architekten zu der Zeit das alte Pflasterbesichtigte, wo man es aufbrach, machte ich ihn darauf aufmerksam, daß diese

*) Wenn man cS am Annetzen wahrend dem Ausmauern nicht fehlen läßt, so binden Mauersteinedieser Art mit dem Mörtel recht gut, Annicrt. d. Ucbers.