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Erster Band.
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32 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abtheil. 1. Kap.

Lava. Dieser Stein hat ein dichtes Gcfüge, feines Korn, und nimmteine schöne Politur an; am Bruche ist er schimmernd, man entdecktdarin keine fremde Körper oder Gcmcngthcile, seine Härte macht, daßer schwer zu bearbeiten ist. Der antike Basalt ist sehr selten, mantrifft jedoch in Rom Bildsäulen aus diesem Stein gefertigt, besondersaegnptische Figuren ').

Der dunkelgrüne Basalt der Alten ist bei weitem kostbarer undseltener, als der graue und schwarze °).

Won den neuern Basalten.

In dem (ehemaligen) Herzogthum Zwcibrückcn stellt der Landsberg eine Felscnmasse dar, welche wahrhafter Basalt zu seyn scheint. DerZug dieses Felsen verlängert sich durch das Sittcrthal nach Westen.

Der Mcisncrbcrg in Kurhesscn enthält eine Anhäufung von ver-schiedenen Arten Steinkohlen und fossilem (bituminösen) Holze, dasvon einem sehr mächtigen Gcbirgslager aus Basalt bedeckt ist. DiesesLager, dessen untere Fläche Krümmungen bildet, ohne seinen Zugaufzugeben, hat eine Dicke, welche von einigen Schuhen bis zu meh-reren Klaftem wechselt.

Obgleich der Basalt ein vulkanisches Gewächs ist, so bemerktdoch Hr. (Hioeni, Professor der Naturgeschichte zu Catania in Sizilien ,in seinem Versuch der Steinkundc des Vcsuv's, daß der Basalt dortsehr selten sey, während er am Aetna sehr häufig vorkommt, der von' seinem Fuße bis zum Gipfel davon zusammen gesetzt zu seyn scheint.

. Der Basalt kommt oft in prismatischen Säulen vor, derenGrundfläche ein Polygon ist; von dieser Gattung trifft man zu

1) Die Löwen, die ma» unten an der Treppe des Capitol's sieht, unddie Sphynre der Villa Borghese sind von schwarzem Basalt.

2) Die schönsten Stücke, welche auf unser Zeitalter übergegangen sind,bestehen l) in einer ovalen Kuse, welche den Taufstei» der Kapelle des heil.Johannes von, Lateran zn Rom bildet; sie ist von schwarzem ins Grüne spie-lenden Basalt: ihre Länge beträgt 5 Fns; (r Metre , 624 Millimeters) undihre Breite 2 Fuß 6 Zoll (8t2 Millimeters); 2) in zwei dunkelgrüne» Grab-malen mit Adern von Chalcedon , die ma» im Jahre 1792 in einem Weinbergebei der St. Cäsarius - Kirche und den Bädern des Caracalla entdeckte. DieLänge dieser Grabmale ist ungefähr 6 Fuß (2 Melres); sie sind die einzigenStücke von Basalt dieser Art, welche man kennt.

Anmerk.' d. Verfassers.