172 Kenntnis? der Baumaterialien; 1. Abthcil. 3. Kap.
(Zur Ergänzung dieses ebenfalls unvollständigen Artikels füge ichfolgendes aus Accum's Werke bei, in Hinsicht der von dem Verfassergewünschten Versuche verweise ich aber den Leser auf Vicats Uö-«.Irerclres exp6rim«ntsle8 8iir l«8 m»rtiev8: «Keine Stein-«att wird so häufig im Mineralreiche angetroffen, als die Kalkstein«gattung. Es giebt ganze Gebirge und mehrere Meilen weit ausge-«dehnte Strecken, die gänzlich aus Kalkstein bestehen, und man findet«vielleicht keinen Theil unserer Erde, wo man nicht diese Steingattung«anträfe. Sie kommt in Ur-, Uebergangs- und Flö'tzgebirgen vor. —«Die Kalksteinarten der Flötzgebirge erfordern eine weniger erhöhte«Glühhitze, als die Kalksteine der Urgebirgc, um in Kalk verwandelt«zu werden.
«Man erkennt die Kalksteine leicht daran, daß sie mit Säuren«aufbrausen, und die Auflösung, wenn man sie init 30—40 Theilen«destillirten Wassers dem Rauminhalte nach verdünnt, keine Trübung«erleidet, wenn man in dieselbe eine Auflösung von schwefelsaurem«Natrum tröpfelt.») Zusatz des Uebersktzkls.
Bemerkungen über die Art des Brennens der Kalksteine.
(Das Brennen des Kalkes geschieht in Ocfen, die aus Mauer-steinen erbauet sind, oder in Gruben, oder in Meilern sFeldlisten j.Das Brennen in Oefen ist, wo Kalk im Großen gebrannt wird, dasVortheilhafteste und jetzt fast allgemein gebräuchlichste Verfahren.
Die Kalköfen sind an einigen Orten würfelförmig, an anderenhaben sie die Figur eines Parallelepipedes, oder die Figur eines um-gekehrten Kegels, oder die einer umgekehrten Pyramide. Einige habeneinen eisernen Rost über dem Aschenherde, bei andern wird dies erspart,indem man die Kalksteine bogenförmig austhürmct. Einige sind obenoffen, so daß die gebrannten Steine unten herausgenommen und vonoben Kalksteine wieder nachgeschüttet werden können: andere sind ge-- wölbt; der Feuerherd des Ofens liegt vorn etwas tiefer als die übrigeBodenfläche des Ofens, die man etwas ansteigen läßt. Der Kanalzum Abzüge des Rauches ist an dem entferntesten Ende des Ofensangebracht.)
Um Steine in Kalk zu verwandeln, muß man darauf Acht geben,daß man den Ofen nur nach und nach erhitze: t) weil, wenn dieSteine einem zu lebhaften Feuer ausgesetzt sind, sie in Stücke zcrspringen und dadurch das Zusammenstürzen der in dem Ofen gewölb