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Erster Band.
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Kenntniß der Baumaterialien; von dein Kalk. Idil

stechende Auflösungskraft bat, so kommt dies daher, daß sie immerso viel als möglich mit Wasser und Gasluft gesättigt vorkommt, sodaß die Calcinirung, die derselben ihre sättigenden Substanzen entzieht,dadurch nur bewirkt, daß die Wirkungen der ihr wesentlichen Aetzkraftfühlbar werden.

Dieser gelehrte Chemiker sagt bei Gelegenheit des zur Maurer-arbeit gebräuchlichen Mörtels, der aus einer Mischung von im Wasserabgelöschten Kalk und einer gewissen Menge Sand oder Cement be-stehe, und seiner Eigenschaft, im Trocknen zu erhärten, einen festenKörper zu bilden und sich mit den Steinen zu verbinden, daß dieUrsache dieser Wirkungen des Mörtels sich natürlich aus den Eigen-schaften des Kalks, und besonders aus der großen Feinheit seinerTheile nach dem Ablöschen ergebe. Diese größtmögliche Zertheilung,welche dieselbe beinahe ganz in Flächen verwandelt, verschafft ihm dieLeichtigkeit, sich recht unmittelbar an die Außenflächen der hartenTheile des Sandes oder des Cements anzuschließen, und daran miteiner, der Genauigkeit und Innigkeit der Berührung angemessenenKraft anzuhängen.

Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß das bei der Zusammen-setzung des Mörtels hinzugeschüttete nothwendige Wasser auch viel zuseiner Härte beitrage; denn wenn man den ältesten, härtesten undtrockensten Mörtel nimmt und ihn der chemischen Scheidung in einembeinahe ck»en so starken Feuergrad, als den der Calcinirung unterwirft,so sondert sich viel Wasser ab und man findet, daß er nach dem Ver-lust dieses Wassers auch viel von seiner Dauer und Härte verloren hat.

Was die Frage anbelangt zu wissen, warum der Teig des rei-nen Kalks, der ohne natürliche oder beigefügte Mischung ist, wederdie Dauer noch die Härte des Mörtels erlange, so erklärt Macquerdiese Erscheinung durch die Erfahrungen, die er gemacht hat, undworaus sich ergiebt, daß die Theile des abgelöschten Kalks im Allge-meinen sich inniger an harte Körper, als an sich selber anschließen,wegen der großen Menge von Wasser, mit der sie sich vereinigt befin-den, und mit der sie einen so starken Zusammenhang eingehen, .daßes schwer ist, ihnen dieselbe durch die stärkste Feuerskraft zu entziehen;so berichtet es Hr. Duhamel in den Memoiren der Akademie der Wis-senschaften von 1747. Diese große Menge Wassers entfernt die TheiledeS Kalks zu sehr von einander, als daß sie ihnen die Vereinigungdurch eine eben so unmittelbare Berührung, als mit dem Sand oder