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Erster Band.
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182
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182 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abtheil. 3. Kap.

Cement gestattete, welcher durch das Anschlucken eines Theils desWassers, das der abgelöschte Kalk enthält, die Austrocknung und da-mit einen stärkeren Zusammenhang erleichtert. Macquer führt zumBeweisgrund dieses Satzes den Loriot'schen Mörtel an und zeigt, daßdie Eigenschaft dieses Mörtels, der schnell erhärtet, nur von derMenge des lebendigen Kalkstaubs herrühre, den man der Mischungvon Sand und abgelöschtem Kalk des gewöhnlichen Mörtels zusetze,wie wir im folgenden Artikel erklären werden. Da diese Zuthat plötz-lich einen Theil der zwischen die Sand- und Kalktheile sich gesetztenWasscrmcnge anschluckt, so bewirkt sie ihre Annäherung und einenstarken Zusammenhang, woraus folgt, daß diese Mischung eben soschnell erhärtet, als der Gyps.

Nach den neuern, durch die Chemiker unserer Tage aufgestelltenGrundsätzen ist der Kalk eine beißende und alkalische Materie, welchedie Kunst durch das Calciniren bei offenem Feuer von den Kalksteinenerhält. Diese Steine sind aus Kohlensäure, Wasser und alkalischerErde zusammen gesetzt. Die zwei erstere Substanzen verslüHtiacxi sichund verdunsten in der Luft durch die Wirkung des Feuers, der Kalkaber ist die ausgebrannte Materie, die nach dieser Berdünstungübrig bleibt.

Fourcroy sagt in seinem System chemischer Kenntnisse, 2. Tbeil4. Abschnitt:

„Die genaue Natur des Kalks ist nicht bekannt. Man hatte ihn„zuerst während seiner Calcinirung wie mit fixem Feuer angefüllt und„fähig gehalten, dasselbe während seines Ablöschens zu verflüchtigen;„aber dieser Begriff war keineswegs geeignet, seine Zusammensetzung„kennen zu lernen. Zu Folge dieser Hypothese hat der Chemiker„Meyer in dem Kalk das Feuer mit einer Säure verbunden ange-kommen, dem er den Namen cau8lieum oder sciüum piiixuv gab;„aber er hat das Daseyn dieses vermeintlichen Grundstoffs der Actz-, kraft nicht bewiesen, der heut zu Tage von allen Chemikern für eine„sinnreiche Erdichtung gehalten wird.

„Man hat ferner geglaubt, daß der Kalk das Produkt der kiesel-„oder alaunartigen Erden wäre, die in den Organen der Thiere zer-,theilt und verdünnt sind: aber keine Erfahrung bekräftigt diese rein„hypothetische Theorie.

„Da man die Kalkerde im Uebcrfluß in dem Meerwaffer und„besonders in der zahlreichen Klasse der Muscbelschleimtbiere (Mollus-