Band 
Erster Band.
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195
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Kenntniß der Baumaterialien; von dem Sand. 195

bseillorum «»bsotinni- , ligkeit seines Trocknens Risse bc-b»8, in tictorio reessiit «olisti- ,kommt, wenn man ihn anders,«rite,». »um dies zu verhüten, nicht mir

»Stroh (Rode übersetzt Spreu).vermischt. Der aus Flußsand,»welcher mager ist, bereitete An-»wurf erfordert gleich dem Signi-»nischen Werke') mit Stößeln ge-»stampft zu werden und erlangt»alsdann eine große Festigkeit.*

Die meisten Schriftsteller, die seit Vitruv über praktische Baukunstgeschrieben haben, wiederholten alles, was er über den Sand gesagthat; Männer, welche für die geschicktesten in diesem Fach gehaltenwerden, z. B. Leo Baptist Alberti, Palladio, Daniel Barbars, Phi-libert Delorme, Scamozzi , Savot und der große Blondel bestätigenseine Aussagen. Sie halten den Grabfund gewöhnlich für den, derden besten Mörtel gebe, besonders wenn man dafür besorgt sey, ihnfrisch gegraben verarbeiten zu lassen, weil er von seiner Güte verliere,wenn er lange an der Luft frei gelegen habe. Es giebt indessen auchSchriftsteller, unter andern Bullet und Belidor, welche den Flußsandfür besser halten, und nach diesen behaupten der jüngere Blonde! undPatte, daß der ausgetrocknetere vorzuziehen sey: Belidor stellt selbstim Widerspruch mit allen früheren Schriftstellern den Satz auf, daßdie Farbe des Sandes nichts über seine gute oder schlechte Beschaffen-heit entscheide und daß der weiße am sichersten angewendet werdenkönne, weil er gewöhnlich am wenigsten mit Erde vermischt sey.

Da ich nun die gewissesten Ausschlüsse über diesen wichtigen Ge-genstand zu haben wünschte, so stellte ich von gleichem Kalk Versuchemit mehreren und sehr verschiedenen Sandarten, Cemcnten, Stein -und Puzzolanftaub an, deren Resultat war:

1) Daß der reine Kiesel- oder quarzhaltige Sand in Verbindungmit dem Kalk einen minder harten Mörtel gebe, als die vermischten

>) Dies ist eine Art Mischung, welche Galiani für dieselbe hält, wie beidem l-slrico von Neapel , welche aber mehr noch unserem neuern Wassermörtelentspricht, wie man im 4. Buch l. Abtheilung, l. Kapitel »nd im 9. Buch,3. Abtheilung 4. Kapitel sehen wird.

Anmerk. d. Berf.

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