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Erster Band.
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196
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196 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abtheil. 3. Kap.

Sandartcn, und daß dieser Mörtel längere Zeit zum Trocknen brauche;2) daß der Grubensand einen besseren Mörtel gebe, als der mit Fluß-sand bereitete, der beinahe von gleichem Korn ist. Es giebt Gruben-sand, der einen eben so harten Mörtel giebt, als der Cement. Auchhabe ich die Erfahrung gemacht, daß nicht die ausgetrockneten Sand-arten es sind, welche den besten Mörtel geben, und daß bei Sandartcnvon einerlei Gattung die dunklen ') immer den hellen vorzuziehensind, die gelbe Farbe ausgenommen '). Der beste Sand ist der,welcher nicht zu fett und nicht zu mager ist. Ich habe versucht, mitfrisch aus der Grube gebrachtem Sand, der mittelmäßig fett war,und mit demselben Sand, den ich gut waschen und an der Sonnetrocknen ließ, um nur die ausgetrockneten Theile zu behalten, Mörtelzu bereiten: der erstere wurde härter als der zweite. Der mit zu fei-nem Sande angemachte Mörtel wird nicht so dauerhaft, als der vonmittelmäßig grobem Sande angemachte.

Der gestoßene Sandstein, mit Kalk vermischt, giebt einen mittel-mäßigen Mörtel, der nicht sehr dauerhaft wird.

Das Pulver von hartem Stein, mit Kalk angerührt, giebt kei-nen so harten Mörtel, als das Pulver von weichem oder mittelmäßighartem Stein. Desgleichen habe ich erfahren, daß die Mischung desKalks und des aus derselben Kalksteinart erzeugten Pulvers keinenso guten Mörtel gebe, als wenn man Sand oder Pulver von irgendeinem andem Stein dazu nimmt.

Ein aus Kalk von hartem Stein und Pulver aus dem Steinvon Conflans bereiteter Mörtel ist härter und eben so dicht geworden,als dieser letztere Stein.

Der mit. Cement allein bereitete Mörtel wird härter und dauer-hafter, als der, dem man noch Sand beimischt. Dasselbe gilt fürdie Puzzolane.

1) Das Eisenoryd, oe» dem die rothe Farbe des Sandes gemeiniglichherrührt, ist freilich keine nachteilige Verunreinigung, vielmehr trägt es zurErhärtung des Mörtels etwas bei. (Accum's >>. Bd. S. 14 Z.)

2) Vicat stimmt in diesem Punkt nicht mit dem Verfasser überein, und sagt:daß die Güte des Sandes ganz unabhängig von seiner Farbe sey, denn manfinde im Dcp. des Lot einige Adern gelben Grnbemandes, der fast so gut seyals Ziegelmehl, während in Grenoble der schwärzliche Sand aus der Jsereund dem Drac einen sehr schlechten Mörtel gebe, im Vergleich mit andernaus ähnlichem aber hellexm Sande bereiteten. Anmerkungen d. Uebers.