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Erster Band.
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222
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222 Kenntniß der Baumaterialien; 1. Abtheil. Z. Kap.

Aus dieser Stelle gehl hervor, daß, wenn man sich auf das'Zeugniß alter Schriftsteller stützen wollte, sie viel besser auf die Be-reitung des Loriot'schen Mörtels passen würde, als die des Plinius,auf welche sich Loriot beruft.

Vorgeschlagene Methode des Kerrn de la ^faye.

Herr de la Faye gründet sein Verfahren auf mehrere lateinischeStellen aus den Werken Vitruvs und des heil. Augustin; die aus demlctztcrn gezogene Stelle steht im 21. Buch der Gottesstadt, in welchemer sich bei Erwähnung des Kalks nach der Uebersetzung la Fave'salso ausdrückt:

„Wir sagen, der Kalk sey lebendig, wie wenn das Feuer, das„er enthält, die unsichtbare Seele eines sichtbaren Körpers wäre: aber„das Wunderbarste dabei ist, daß er sich erhitzt, wenn man ihn ab-.„ löscht! denn um ihm dieses verborgene Feuer zu entziehen, darf man„nur Wasser darauf gießen, oder ihn darein tauchen, und so kalt er zuvor„war, wird er nun warm, während alle entzündbare HbkM dlllch„dasselbe Verfahren erkalten; und wenn dieser Kalk sich zersetzt, so„zeigt sich sein verborgenes Feuer erst, wenn es ihn verläßt, und„nachher wird er so kalt, als ein lebloser Körper; wenn man Wasser„darauf gießt, kann er sich nicht mehr erhitzen: statt lebendig nennt„man ihn alsdann abgelöscht. Es möchte scheinen, als ob zu solch'„wunderbaren Wirkungen nichts mehr hinzugesetzt werden könnte,„und doch ist bemerkcnswerth, daß, wenn man statt Wasser Oel„nimmt, das doch die hauptsächlichste Nahrung des Feuers ist, der„Kalk vergebens darein getaucht, und nicht erhitzt wird

Die andere Stelle ist aus dem 5. Kapitel des 2. Buchs vonVitruv gezogen, das wir schon früher ganz angeführt haben, wo er

t) Tert des h. Augustin: Procter czuoä eLmcLlcemvivamIo^uimur, velutip»c ignis Isteoz soiino sit invi-utulis visiliilis corporis. vei o < 1 USIU mirum e5t<iuo<l cum extinguitui-, tunc occenliilur! ut enin, occulto igocesrest, s^uo infun-clitur, o^uo-ve persunllitur; et cum ante »it srigicla, incle tervercit, unrle kerventlocuucto frigezcuot. Velut expiioute ergo i»L gieb», c>isceclen5 igni, qui Ixte-bxt oziporet, sc <teiu6e tonguom woite sie srigirl» est, ut ocljectx uocl» nunsit Lrsuro, et ^ULM colceill vocadomus vivam, voceiuus extlnctom. <)uic!e»t Iiuic wirsculo a<I<Ii poere villeotur? et tomen sclclitur; nsm si nun

»<IIiibeL5 -x^uoru, scll vieum <^uo<I mxxi, est i»mc, igniü, null» ejus perfu-rione vel inturione servereik.