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Erster Band.
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265
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Kenntniß der Baum.; phys. Beschaffend, des HolzeS. 265

Die chemische Analyse zeigt, daß die Bestandtheile des Faserstoffesdes Holzes folgende sind:

Kohlenstoff. 52,53.

Sauerstoff.41,78.

Wasserstoff. 5,69.

100 , 00 .

DaS Holz enthält eine beträchtliche Menge Wasser. Eichen Holz,das lange gegen Regen geschützt an der Luft gelegen hat, verliertbeim Austrocknen durch Wärme in einer Temperatur von 507° I?.über den Siedpunkt des Wassers, noch 24 Procent seines Gewichtsan Wasser.

Frisch gefälltes Eichenholz enthält 37'/, Procent Wasser; wenigerals 10 Proccnt enthält es auch dann nicht, wenn das Holz langeJahre, gegen Regen geschützt, an der freien Luft ausgetrocknet wurde. —Der Wassergehalt des Holzes hängt übrigens von der Temperatur der Luftab. Holz enthält im Sommer weniger Feuchtigkeit, als im Winter.Wenn man Holz vollständig in starker Hitze trocknet, so zieht eSnachmals aus der Luft wieder so viel Feuchtigkeit an, als es enthaltenwürde, wenn es für sich sehr lange jener Luft von einer bestimmtenTemperatur wäre ausgesetzt gewesen. Nadelhölzer nehmen im Allge-meinen weniger Feuchtigkeit in sich auf, als Laubhölzer.

Werfen, Aufreißen und Schwinden deS Holzes und Um-stände, welche in physischer Hinsicht dabei zu berück-sichtigen sind, um Holz für verschiedene Zwecke derBaukunst möglichst anwendbar zu machen.

Das Aufreißen, Werfen und Schwinden des HolzeS gründet sichzum Theil auf die Art und Weise der Austrocknung desselben, theilsauch auf die Fähigkeit, welche das trockene Holz besitzt, mehr oderweniger Feuchtigkeit auS der Luft abzuscheiden und sich anzueignen.

Da das Holz kein gleichartiger Körper ist, so trocknen die innerenLagen weniger schnell, als die äußeren, mit der Luft in Berührungkommenden Theile. Dieses ist die Ursache, daß alles Rundholz,welches sehr splintig ist, und schnell getrocknet wird, der Länge nachaufreißt. Der schwammige Splint zieht sich nemlich so stark zusam-men, daß er den Kern des HolzeS nicht mehr ringsum beklei-den kann.