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Erster Band.
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285
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Kennen, d. Baum.; Laub - u. Nadelhölzer v. Europa . 285

17. Das Cedernholz ist eines der besten, schönsten, größtenund dauerhaftesten, das man sowohl für Zimmerwerks-, als Tischler-Arbeiten verwenden kann: es ist röthlich, geädert, wohlriechend undleicht zu bearbeiten'). Die Alten verwendeten es zu demZimmerwerkihrer Tempel und zu Bekleidungen der Nebenwände und Decken,womit man sie verzierte *).

18. Die Wachholderbäume werden in zwei

Gattungen eingetheilt, wovon die erste nur ein Strauch von 5 — 6Fuß Höhe, und die zweite ein Baum von ungefähr 30 Fuß Höheist, dessen röthlichtes Holz ziemlich hart, dicht und wohlriechend ist:er scheint eine Art Ceder zu seyn und besitzt deren Eigenschaften. Dasein Stamm nicht sehr dick wird, so macht man als Zimmerholzkeinen Gebrauch davon, sondern verwendet es zu Getäfel und kost-baren Meublen ').

10- Der Orientalische Lärchcnbaumist ein in Frankreich wenig bekannter Baum, wo man ihn mit demgemeinen Lärchcnbaum 2/.) verwechselt. Nach denen,

die ich in Italien sah, und nach den Untersuchungen, die ich mitdieser Holzart im Vcnetianischen, wo es häufig verarbeitet wird, an-gestellt habe, scheint mir dieser Baum eine Abart der Tanne zu seyn,die in dem Theile der Alpengcbirge wächst, welcher Deutschland vondem Vcnetianischen Staate scheidet. Der berühmte Venetianischc Ar-chitekt Scarnozzi, welcher dieses Land bereist hatte, sagt, daß er sehr

1) Man weiß, daß Salamo zur Erbauung seines prächtigen TempelsCedern von Libanon verwendete, die ihm der König von Tyrus schickte*).

2) Das Zimmerholz und die Decke des berühmten Tempels zu EphesuS waren aus diesem Holze verfertigt. Plinins sagt, daß die Balken vom Tempeldes Apollo zu Utika, welche von Numidischcn Cedernholze waren, seit 1178Jahren bestanden hätten: auch spricht er von einem Stück Cedernholz, dasDernetrius Poliorcetes zu dem Ban einer Galeere mit ii Rudern von derInseln Cypern hatte komme» lassen, das 130 Fuß lang und 10 Fuß im Um-kreis war.

3) Plinins erzählt, daß die Balken eines ehemaligen Tempels der Diana

zu Sagunt in Spanien von diesem Holze waren, und daß dieser Tempel,dessen Alterthum über mehr als 200 Jahre vor dem Trojanische» Kriege hin-aus reichte, von Haunibal verschont wurde. Anmerkungen d. Verf.

*) Die Leder von Libanon gehört zum Geschlecht der Lärchenbäume sl»rix) und wird spaterunter Rro. ig noch einmal von Hrn. Rändelet beschrieben. Anmerl. d Urbers.