Kennen, d. Vaum.; Laub- u. Nadelhölzer v. Europa . 291
(Trotz allem Nachlesen in den Werken der berühmtesten Natur-forscher, z. B. von Wüffon, du Hamel und du Roi rc. fand ich dochin keinem, daß man die Lärchcnbäume nach obiger, von Hrn. Ron-delct angeführten, Art unterscheide. Der im französischen Originaleunter Nro. 10 angeführte Baum Lan'e und der unter Nro. 25 an-geführte -Ve'/e-e sind im Deutschen gleichbedeutend, und eine Namen-Verwechslung des Hrn. Rondelcts ist um so wahrscheinlicher, als erdieselbe auch unter Nro. 15 — gemeine Fichte und Nro. 23 —xrcea oder begeht, welche beide im Deutschen Fichte, Roth -oder Pechtanne bedeuten. Du Roi ist der gründlichste Schriftstellerin der Angabe der verschiedenen Arten von La'rchenba'umcn und führtzuerst den Lärchenbaum, lare-r, französisch me/S-s oder l»,c/esan, der in Böhmen , Schlesien, Steucrmark, Kärnthcn, Tyrol, derSchweiz auf Bergen von mittlerer Höhe, ferner in Frankreich, Ungarn auf dem Carpathischen Gebirge, und in Sibirien , besonders auf erha-benen Gegenden, selten in der Ebene wachse. — Die Blätter oderNadeln desselben wachsen zu ein paar Dutzend stark allezeit in Bü-scheln rund um die Zweige umher, sie sind hellgrün, ihrer Gestaltnach schmal und zugespitzt, und haben die besondere Eigenschaft, daßsie gegen den Winter abfallen. — Die Rinde ist ziemlich stark unddick, hat äußerlich viele Risse, welche von dem starken Wüchse her-rühren, ist braunrorh von Farbe und der Rinde der gemeinen Kiefersehr ähnlich.
Der Stamm ist gerade und schlank, und wächst sehr geschwind,ja er kann nach Beschaffenheit des Bodens in Einem Jahre öfters4 — 5 Fuß schießen. — Die Aestc hängen über einander hin undbeugen sich gegen die Erde. — Das Holz ist hart, von braunrotheroder rothgelblicher, niemals aber von weißer Farbe: der Splint istweißlich.
Mehrere Schriftsteller haben verschiedene Abänderungen des Lär-chenbaumes in Hinsicht auf die Farbe der Blüthe und des Holzesangegeben; es fragt sich aber, ob solche beständig bleiben, oder ob sie
glatte» Firniß, welcher jene Häuser vor Wind und Regen verwahrt, sie aberauch sehr verbrenn! ich macht, was die obrigkeitliche Verordnung nach sichzog, daß man sie auf eine gewisse Entfernung freistehend von cimamder erbauenmüsse, um im Fall eines Brandes die Mittheilbarkeit des Feuers zu verhindern.
Anmerk.. d. Vers.
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