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Erster Band.
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475
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Kenntniß d. Baum.; Auomitt.d. Steine, welche d.Frost leid. 475

„erreichen, wenn ich dabei die Kristallisationskrast eines Mauer-„ salz es für die des gefrornen Wassers annähme. Ich hatte einige„alte Bemerkungen über die ausdehnende Kraft der Salze zur Hand:„ich wußte, daß einige Stollen von Salinen in Baiern oder Tyrol„nach Derfluß weniger Jahre durch den bloßen Einfluß des salzsau-„ren Natrums, welches die Felsen in allen Richtungen durchdringt,„eingestürzt waren; auch war mir bekannt, daß das Dach und die„Sohle von mehreren Steinkohlenschichten sich vereinigen, wenn das„Brennmaterial weggenommen ist, und zwar allein durch das Auf-„ schwellen des thonigen Schiefers: ich wußte auch, daß die Kreide,„die man in Malta zum Bauen verwendet, in Staub zerfällt, sobald„sie längere Zeit mit dem Mecrwasser in Berührung kommt'), und„sodann stellte ich alle diese Thatsachen zusammen, und begann die„Versuche, von denen ich Rechenschaft geben und nur solche weglassen„werde, deren Resultate mich nicht befriedigt haben.

„ SalpctersaurcS Kali, salzsaures Natrum, schwefelsaure Talkerde,„kohlensaures und schwefelsaures Natrum, Alaun und Eisenvitriol„erscheinen vielfältig an der Oberfläche des sie enthaltenden Gesteines„als Mineralblumen, und verwandeln sie in Staub oder in Splitter„ganz auf dieselbe Weise, wie gefrornes Wasser auf eisklüftige Steine„wirkt. Nun habe ich eine beträchtliche Anzahl von Bausteinen ver-schiedener Beschaffenheit nach einander dem Einflüsse von jedem dieser„Salze unterworfen, um hernach dasjenige wählen zu können, dessen„ausdehnende Gewalt mir am kräftigsten und schnellsten erscheinen«würde. DaS schwefelsaure Natrum — gemeiniglich Glaubersalz„genannt — schien mir den Vorzug zu verdienen, weil mit ihm mir„alle Versuche am vollständigsten gelungen sind. Ich übergehe daher„mit Stillschweigen alle meine erfolglosen Versuche und Nachforschun-gen, die mich nur zu dem Verfahren hingclcitet haben, welches ich„gegenwärtig als daS geeignetste betrachte, um Steine von schlechter

l) Im 7. Kapitel des 2. Buches von Vitruv ist auch von der zerstören-den Einwirkung des Meerwasscrs auf weiche Steine die Rede: allein wasderselbe Verfasser im 4 . Kapitel des 2. Buches über die Wirkung sagt,welche der Meersand auf die damit gemauerten Constructionen ausübt, woer den Anwurf auflöset, indem die salzige Schärfe heraus-schnitt t, scheint mir, härte den Weg zu dieser schäyenswerrhen Entdeckungiwch näher bezeichne» sollen. «Siehe 1. Abtheil. 3. Kap. S. 194.)

Anmerk. d. Verfassers.