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Erster Band.
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478
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478 Kenntniß der Baumaterialien; 2. Abtheil. 5. Kap.

Die nachfolgende nähere Beschreibung dieser Versuche und die prak-tische Anweisung, wie man sie anstellt, schien mir eine nothwendigeErgänzung dessen zu seyn, was früher in Betreff der Kenntniß derSteine gesagt worden ist.

Rechenschaftsbericht über die von der Generalinspectionder Steinbrüche zu Paris angestellten Versuche anHausteinen, Marmor, Backsteinen, antiken undneueren Mörteln, erstattet von dem Vicomte He-rieart de Thury.

Im Laufe der Versuche, welche bei der General-Inspektion derSteinbrüche seit dem Monat September 1822 angestellt worden sind,waren wir vorzüglich darauf bedacht, den Zustand zu entdecken, wodie Wirkung des schwefelsauren Natrums mit der des Frostes bei derZersetzung zcrfrierbarcr Steine durchaus ähnlich ist: nun bestand daseinzige Mittel zur Erreichung dieses Zweckes darin, an Steinen zucrperimcntiren, deren gute oder schlechte Eigenschaften von der Zeitbestätiget sind, und wir waren über die Annahme dieser Vcrgleichungs-art nicht unschlüssig, welche die Resultate eines vieljährigen Gebrauchsdenen unseres zu prüfenden Verfahrens gegenüber stellte.

Wir gingen selbst noch weiter: es war uns nicht genug, darüberGewißheit zu haben, daß kalt gesättigtes Wasser dieselben Wirkungenwie die unserer, in verschiedenem Grade kalten, Winter hervorbringe;wir wollten auch wissen, ob man dieselben überschreiten könne: indieser Hinsicht haben wir die gleichen Resultate erhalten, wie die imBericht der Versuche von Vicat angegebenen, dessen strenge Genauig-keit bekannt ist, nämlich bei Anwendung einer warm gesättigten, statteiner kalten Auflösung, konnten wir damit Steine angreifen, welcheJahrhunderte verschont geblieben waren, wie z. B. Liais. Man kannsich daher nicht nur darüber Gewißheit verschaffen, ob Steine, welcheman der Prüfung unterwirft, auf immer der Wirkung unseres gemä-ßigten Klima's werden trotzen können, sondern man kann auch durchSteigerung der Mischungsverhältnisse des Salzes voraussehen, wiesich dieselben Steine verhalten, wenn sie aus irgend einer Ursachestärkeren zerstörenden Naturkräften ausgesetzt werden, als die uns be-kannt sind.