480 Kenntniß der Baumaterialien; Z. Abtheil. 5. Kap.
Um die Versuche auf das Aeußcrste zu treiben, wollte man beidieser Gelegenheit Bruchstücke von Kapitalen aus dem Steine vonConflans der Prüfung aussetzen, welche von den alten Säulen her-kamen, die von Rondelet bei der Wiederherstellung der Dompfeileran der Gcnovevenkirche für unbrauchbar erklärt, und seit mehr als20 Jahren der freien Lust Preis gegeben waren, ohne dadurch diegeringste Veränderung erlitten zu haben. Auch bei diesem Versuchstimmte die Beobachtung mit der Erfahrung übercin, denn das Glau-bersalz hat dieselben nicht im geringsten angegriffen.
Wir beschränkten uns nicht, wie Hr. Brard, daraus, nur Hau-steine zum Gegenstände unserer Untersuchung zu machen, sondern wirhaben auch die Wirkung des schwefelsauren Natrums auf Marmorgeprüft, von dem der größere Theil nicht zur äußeren Verzierung derGebäude tauglich ist; und wir haben gleichfalls an thonhaltigem Mar-mor Wirkungen hervorgebracht, welche denen des Frostes durchausähnlich sind. Zuletzt wurden einige Mörtel und antike Ziegelsteinederselben Prüfung unterworfen, welche alles das bekräftigen, was dieHrn. Vicat und Billaudel in ihren Berichten über denselben Ge-genstand gesagt haben.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Aufzählung der Steine,Marmore, Ziegelsteine und Mörtel, welche den Gegenstand unsererUntersuchungen ausmachten.