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Erster Band.
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Erklär. Anmcrk.d.Kupf., Ql'el.d.NhamseS, Ptolemäu^rc. 495

beim Herodot Rampsinitus), der zur Zeit der Eroberung von Troja in Aegyptcn regierte, ließ einen (nach der Große'schen Ucbcrsetzungdes Plinius vier) von vierzig Ellen, und einen andern von 90 Ellen(ebcndas. 90 Fuß) fertigen, welch letztere er vor dem Pallastc desMncvis aufstellte. Plinius sagt, daß zur Fortschaffung und Auftich-rung dieses Obelisken zwanzig tausend (nach der Große'schen Ucber-setzung 120,000 und vielleicht beides fabelhaft!) Menschen verwendetworden seyen, und daß der König, um die mit diesem Geschäft be-auftragten Baumeister zu zwingen, die geeignetsten Maschinen undVorrichtungen zu erfinden, seinen eigenen Sohn an die Spitze bindenließ. Dieser Obelisk, den Jedermann seiner Höhe und Schönheit we-gen bewunderte, wurde von Kambyses verschont, als er nach der Ein-nahme von Theben die schönsten Gebäude dieser Stadt zerstörte undin Brand stecken ließ. (Diesen Obelisk beschreibt Herr Rondclcr spä-ter noch einmal unter dem Namen des Latcran'schcn, Nr. VI. AuchHerr Große in seiner Ucbcrsetzung des Plinius ist damit einverstanden,daß derselbe von dem Kaiser Konstantin — nach Rondelet Kon-stanz — Sohn Konstantins des Großen, nach Rom gebracht unddaselbst im Cirkus Maximus wieder gefunden wurde. Der Uebers.)

Obelisken von Smarres und Eraphius.

IV. Zwei andere Könige von Aegypten , von Plinius Smarresund Eraphius genannt, errichtete jeder einen Obelisk von 88 EllenHöhe ohne Hieroglyphen. (In der Große'schen Ucbcrsetzung des Pli-nius sind nur 48 Ellen angegeben: übrigens weiß man nicht, wobeide hingekommen sind. D. Uebers.)

Obelisk von Ptolemäus zu Alexandria .

V. Ptolemäus Philadelphus errichtete zu Alexandria einenvon >80 Ellen, welcher auch keine Hieroglyphen hatte, und unter derRegierung des Königs Nectanebis verfertigt worden war. Dermitdem Transport von Oberägypten her beauftragte Baumeister ließ vomSteinbruche, wo er ausgehaucn worden war, bis zum Nil einen Ka-nal graben, und hernach unter den mit beiden Enden quer über denUfern des Kanals liegenden Obelisk 2 starke Fahrzeuge bringen, diemit einander verbunden und mit einer doppelt so großen Belastungvon Backsteinen, als die des Obelisken, beladen waren. Als dieseFahrzeuge unter den Obelisk gehörig hingefahren waren, lud man die