196 Anhang. Obelisken Rom'S, am Volksthor :e.
Backsteine aus, die Fahrzeuge hoben sich und nahmen den Obeliskauf, der sodann bis nach Alcxandria geschifft und daselbst vor demGrabmal der Arsinoe, der Gemahlin und Schwester des Ptolemäus,aufgerichtet wurde'). (Weiter sagt Plinius , was auch hichcr gehörtund vom Herrn Rondelet übersehen wurde: daß, als er hier der Schif-fern hinderlich war, ihn ein gewisser Maximus, Präfect vonAegyp-ten, nach Rom schaffen und auf dem Forum aufrichten ließ. Er ließdie Spitze abhauen und wollte dafür einen vergoldeten Aufsatz an-bringen, welches aber unterblieb. Große machte in seiner Ucber-setzung die Anmerkung: ob er in Rom noch jetzt vorhanden ist, weißich nicht. Zus. d. Uebers.)
Der erste Obelisk, welcher von Aegypten nach Rom geschafftwurde, ist auf Befehl des Königs Senneserteus verfertigt worden,unter dessen Regierung Pythagoras Aegypten besuchte. Plinius sagt,daß die Höhe dieses Obelisken ohne das Fußgestcll 125 römische Fuß(nach Große 120 Fuß 9 Zoll) betrage, und daß Augustus, der ihnhatte kommen lassen, ihn im großen Circus aufrichtete.
Der zweite Obelisk war der, den derselbe Kaiser auf dem Mars-felde aufstellen ließ, um als Gnomon (Sonnenzeiger) zu dienen: erwar 9 Fuß kürzer, als der vorhergehende. Plinius schreibt ihn demSesostris zu, und behauptet, daß die, auf diesen beiden Obeliskenbefindlichen Hieroglyphen eine Erklärung von Naturerscheinungen nachder ägyptischen Philosophie seyen.
Der dritte war zu Rom auf dem Vatikanischen Berge, in derMitte des von Caligula und Nero erbauten Circus, aufgestellt.Plinius sagt, daß dieser Obelisk einer von denen sey, welche Nun-coreus, der Sohn des Sesostris , der Sonne geheiligt (Nr. II),und dessen Höhe, wie wir schon sagten, 100 Ellen betragen habe,der aber beim Aufrichten zerbrochen sey.
Diese 3 Obelisken sind derzeit noch in Rom , der erste, d. h. der,den Augustus im großen Circus aufgestellt hatte, ist derselbe, den derPapst Sixtus V. auf die Mitte des Volksplatzes schaffen und daselbstaufrichten ließ. Man fand ihn mit dem von Kaiser Constanz in den
i) Am Hafen zu Alerandrien, sagt Plinius , stehen noch 2 andere Obe-lisken, welche vor dem Tempel Cäsars aufgestellt sind, und für ein Werk desKönigs Mestres gelten: jeder derselben war 40 (nach Große 42) Ellenhoch. eSie werden unter Nr. XII umständlicher beschrieben.)
Anmerk. d. Vers.