Erklär. Aninerk. d. Kupfer. Obelisken Rom's. 497
Ruinen des großen Circus auf mehr als 24 Palmen Tiefe unter derErde: jeder von diesen zweien war in drei Stücke zerbrochen, ihreFußgestellc waren weit von ihrem vormaligen Standpunkte weg un-ordentlich durch einander geworfen. Die drei Bruchstücke des vomVolkSplatzc machten zusammen eine Länge von 110 Palmen aus, diebis auf etwas weniges — 82'/» alte römische Fuß sind, währendPlinius hiefür 120'/« Fuß angiebt: ein so bedeutender Unterschieddes Maaßes läßt vermuthen, daß dieser Obelisk entweder nicht derdes Augustus, oder nur ein Bruchstück desselben ist. Einige Gelehrteund darunter Nardini meinten, daß der Obelisk des Augustusvielleicht derjenige sey, den man dem Constanz zuschreibt, wovon diedrei Bruchstücke zusammen 111'/? römische Fuß lang sind, aber eswären noch 9 Fuß 3 Zoll erforderlich, bis er mit dem von Plinius angegebenen Maaße übereinstimmt. Ucbrigcns kann weder der einenoch der andere jener Obelisken um so bedeutend viel länger seyn,weil ihre pyramidalische Form ein viel größeres Fußgestell erfordernwürde, als das, worauf die Inschrift des Augustus befindlich ist.Daher ist es wahrscheinlich, daß dieser Unterschied nur durch Nach-lässigkeit eines Abschreibers im Text von Plinius entstanden ist, der120'/« statt 82'/, gesetzt hat, wie Stuart in seinem Briefe über denObelisk des Marsfeldes meint.
Obelisk des Augustus, gemeiniglich der flaminische ge-nannt, auf dem Platz des Volksthores fgarta üel pvpnlo)
aufgestellt.
IX. Der Obelisk am Volksthor, der nach allem bisher gesagtenderjenige zu seyn scheint, den Augustus mitten auf dem großen Circushatte errichten lassen, steht auf einem Fußgestell, dessen Untertheil auf15 Palmen Höhe aus Travcrtin besteht. Der Würfel dieses Fußgc-siells wurde aus dem Granitblock verfertigt, der ihm in dem großenCircus als Postament diente, auf welchem die Inschrift des Augustuscingehauen ist: das Kranzgcsims darauf ist aus Travertin. Die Ge-snr.mthöhe dieses Fußgestells beträgt 38 Palmen oder 26 Fuß 1 Zoll5 Linien (8 Meter 487 Millimeter) Pariser Fußmaaß.
Der darauf gestellte Obelisk besteht aus drei Stücken; das Untereva: 52 Palmen hoch, aber die Kanten der Standfuge waren so sehrbeschädigt, daß man genöthigt war, ungefähr 3 Palmen davon abzu-irren, und Granitstücke einzusetzen, um die Kanten herzustellen, undAondclct'sÄunst zubauen, I.TH. 34