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Erster Band.
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514
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514 Anhang, ^beliöken zu Konstantinopel .

Victor, den man ungefähr zu demselben Zeitalter rechnet, giebt großeund 42 kleine an. Aber die Unrichtigkeit, die sich in den von ihmangegebenen Maaßen der großen Obelisken vorfindet, — sey es nunseine Schuld oder die seiner Abschreiber — ist so groß, daß man sichauf diesen Schriftsteller weder in Bezug auf die Größe, noch auf dieAnzahl verlassen kann.

Soviel ist gewiß, daß noch welche entdeckt werden können, daßmehrere zur Fertigung anderer Werke zerstört morden sind, unddaß sich jetzt noch in Rom Bruchstücke befinden, die man zu Straßen-pflaster, zu Verkleidungen und Ausbesserungen verarbeitet.

Obelisken zu Konstantinopel .

XXI. Der Platz, wo dieser Obelisk steht, war ehemals ein Circus,von den Griechen Hippodrom — Rennbahn — genannt. MehrereSchriftsteller glauben, daß Konstantin ihn habe aus Aegyptcn kom-men lassen, um denselben in der Mitte dieses Hippodromes aufzustel-len, und nachdem er daselbst durch ein Erdbeben oder durch einen an-dern Unfall umgeworfen worden sey, habe ihn der Kaiser Thcodosiuswieder aufrichten lassen. Da aber in den alten, vor Thcodosius vcr»fertigten Beschreibungen von Konstantinopel des Obelisken im Hippo-drom nicht erwähnt wird, in denselben aber doch von einem, in der5ten Region dieser Stadt aufgestellten Obelisk die Rede ist, so darfman annehmen, daß Konstantin das Projekt gehabt hatte, daselbstden großen Obelisken errichten zu lasten, den er von Theben nachAlerandricn hatte schaffen lassen, und der gerade nach Konstantinopel hätte geschifft werden sollen, als er starb. Wir haben schon oben ge-sagt, daß sein Sohn Konstanz diesen Obelisken nach Rom bringenund ihn im großen Circus aufstellen ließ. Hieraus kann man alsoschließen, daß der Hippodrom von Konstantinopel ohne Obelisk blieb,bis der Kaiser ThcodosiuS daselbst denjenigen errichten ließ, der nochdaselbst vorhanden ist, den er, wie Panvinius meint, von der 5tenRegion herschaffte. Es ist sogar wahrscheinlich, daß es zu Konstanti-nopel mehrere andere Obelisken gab, denn Peter Gyllius, der zweiMal daselbst gewesen war, sagt, daß er bei seiner ersten Reise 2 Obe-lisken aus ägyptischem Granit sah, einen im Hippodrom, und verän-dere lag noch unweit der kaiserl. Gärten: letzterer war 35 Fuß ')

i) Das von Gyllius gebrauchte Fiikmaas; ist nicht bekannt, jedem ist eswahrscheinlich das römische, weil er es in rb Zou eintheilt. D. Vers.