528 Anhang. Lehmsteine der Alten, Verfahren der Neuern.
Fuß — 11 Par. Zoll — 298 Mill.) ins Gevierte und war 1 Palm.('/, röm. Fuß - 5'/, Par. Zoll - 149 Mill.) dick.
Fig. 1 stellt eine Mauer und 2 daran stoßende Ecken aus Lehm-steinen vor, deren Verzahnungen die Art des Versehens von ganzenSteinen ^ und halben Steinen v, bei Mauern von anderthalb und2 Steinen Dicke anzeigt.
Fig. 2 und 3 zeigt das gewöhnliche Verfahren zur Fertigung derMörtelsteine an, wovon S. 146 die Rede ist, sowie auch das fürsolche Lehmpatzen, deren Gebrauch man S. 156 dieses Bandesvorschlägt. _ ,
Vierte Kupfertafel.
Fig. 1 und 2. Aeußere Ansicht der Form oder des Kastens zurVerfertigung des Pis«.
1. Diele oder Tafeln in Ruthen und Federn, welche durch anderequer darauf gesetzte, mit
2. bezeichnete Diele verstärkt, und mit starken umgenietetcn Na-geln befestigt sind.
3. Kleine Pfosten, Nadeln genannt, die unten einen Zapfen haben.
4. Querhölzer, Schlüssel genannt, in welche jedesmal 2 großeZapfenlöcher eingeschnitten sind, worin die kleinen Pfosten oder Nadelneingelassen werden.
5. Hölzerne Keile, welche zum Anschließen der Kästen unten ge-gen die Mauer dienen.
6. Kleine Stäbe, Mauerdicken genannt, welche zur Bestimmungder Mauerdicke oben an den Kästen dienen; 6. bezeichnet auch denkurzen Stab, der als Knebelstock dient, um die Bundseilc, welche dieNadeln oben in ihrer gegebenen Stellung erhalten, zusammen zu spannen.
7. Lehmstampfer. Die Abbildung dieses Werkzeugs macht dieweitere Beschreibung desselben überflüssig: die Holzmasse, woraus ergebildet ist, hat ungefähr 10" Länge und 6" Breite. Der Stämpfelist samt dem Stiel 4' 1"—2" hoch.
12. Quertafel, welche zum Formen der Ecken am Anfang oderam Ende der Piftmauer dient.
6, ü. Abhang von 60 Grad, den man beim Stampfen der mitt-leren Theile einer Pisvmaucr am Ende des Pisökastens hinstampft,und der zur Verbindung der theilweise gestampften Massen unter ein-ander dient.