Band 
Erster Band.
Seite
531
JPEG-Download
 

Erklär.Anmerk. d.Kupfer. Maschinez. Bereit, d.Mörtels. 531

auf diese Art unaufhörlich unter das Geleise des Mühlsteins zurückzu-werfen. Dieß ist der l'ribomzsso».

Die erste Idee dieser Maschine wurde seither für denselben Zweckbei mehreren Gelegenheiten, und neuerlich erst bei der Bereitung deszum Bau des Kanals St. Martin angewandten Mörtels wieder aufdie Bahn gebracht. Die erste Anwendung davon hat man dem Hrn.Saint-Leger zu verdanken. Die Beschreibung, welche Herr deVilliers, Oberingenieur des Straßen- und Brückenbauwesens ineiner Schrift, die er in Betreff der Arbeiten des Kanals St. Denisund St. Martin bekannt machte, von dieser Maschine liefert, ist folgende:

»Die Maschine von Saint-Leger besteht aus einem ringförmigen»hölzernen Trog, in welchem ein Wagenrad läuft, das sich um eine»Achse dreht, wovon ein Ende am Mittelpunkt der ringförmigen Grube»befestigt und am andern Ende ein Pferd angespannt ist.

»Die Entfernungen zwischen dem Mittelpunkte der Grube, dem»Rade und dem Anspannungspunkte des Pferdes sind so berechnet,»daß man die ganze Kraft eines im Schritt gehenden Pferdes so nütz.»lich als möglich anwendet. Die Breite der Grube ist im Verhältniß»zu der des Rades, welches gewöhnlich ein altes Wagenrad ist, das»zu keinem andern Gebrauch mehr taugt.

»Da man bei dem Kanal St. Mattin viel Mörtel auf einem»Platze zu bereiten hatte, so hat man es für vottheilhast gehalten, die»Grube breiter machen zu lassen, und 2 Räder an eine Achse anzu-bringen, welche 2 ein wenig von einander entfernte Geleise durchlau«»fen: dabei mußte man aber 2 Pferde an die, beiderseits außerhalb»jedes Rades verlängerte Achse anspannen. (Siehe Fig. 5. u. 6.)

»Zuerst thut man allen Kalk, den man für ein Mal zu Mörtel »anmachen will, in die Grube und sieht darauf, daß man ihn nicht»auf einen Punkt zusammenhäuft, sondern im Gegentheil in der gan-zen Grube verbreitet: sodann läßt man die Räder einige Mal herum-gehen, um den Kalk gut zu erweichen und noch mehr aus einander»zu breiten; endlich schüttet man allmälig und je nachdem die Mi-

ftm, im 8. Kap. des 2. Buches oft wiederholten Worte giebt, sowie das be-kannte Gewerbe Böckler's können auch wirklich keinen Zweifel in dieser Hin-sicht übrig lassen. (Siehe das 1. Kap. der 2. Abtheilung des 4. Bu-ches unseres Werks, das von der Maurerei handelt.)

Anmerk. d. Verf.

36 *