Erklär. Anmerk. der Kupfer. Maschine z.Probir.d. Steine. 533
,2) Die Gewißheit des vorgeschriebenen Zuschlags,„indem die Aufsicht darüber sehr leicht ist, und ein Fuhr-„mann sich weniger besinnt, seinen Pferden einen Peit-schenhieb zu geben, als ein Handlangers seine Mörtel-,haue tüchtig zu führen.
,3) Die bedeutende Verminderung derZahl von Hand-langern, die zu diesem Geschäft nothwendig sind, waS„von hoher Wichtigkeit ist, denn die Handlanger schrei-ben öfters auf den Bauplätzen Gesetze vor. Zur Mähe-und„Erntezeit und während der Weinlese verschwinden sie von den Bau-„Plätzen, wo sie weniger verdienen, als bei dergleichen ländlichen Ge-„schäften, und öfters große Bauplätze im Stiche lassen. Sie müssen„alsdann durch Arbeiter mit höherem Taglohn ersetzt werden, oder muß„man das Geschäft langsam betreiben.
„Aus denselben Gründen, als man die Anwendung von Pferden„der von Menschen bei der Zubereitung des Mörtels vorziehen muß,„sollte man auch die von Dampfmaschinen vorziehen. Damit aber„dieses Hülfsmittel wirklich nützlich sey, müßte man auf einem Platze„eine bedeutende Menge Mörtel zuzubereiten haben, um Tröge zu kon-gruiern, die wenigstens 10 Kubikmeter in sich faßten. Auf diese Art„würde man 240 Kubikmeter Mörtel in 24 Stunden bereiten können.„Die Ersparniß, die man an der Fabrikation machen würde, könnte„übrigens selbst zur Bezahlung eines entfernteren Transports dienen,»als es gewöhnlich der Fall ist." (Es fragt sich aber, ob 1 oder 2Pferde höher zu stehen kämen, als eine Dampfmaschine? Der Heb.)
Siebente Kupfertafel.
Maschinen zu vergleichende» Versuchen des Widerstandes der Steineunter der Wirkung des Drucks (rückwirkende Festigkeit).
Fig. 1. Maschine, die zu denen im I. 1775 von G. Soufflotangestellten Versuchen über die Festigkeit der Steine gedient hat.
Diese Maschine besteht aus einem eisernen Ständer 4. von 4'/,'Höhe und 2'/." Dicke, der durch mehrere eingesetzte Haken mit derMauer fest verbunden ist. Dieser Ständer hat an seinen Nebensciten0 kleine Absätze oder Trageleisten t, wovon die 2 untern zur Bildungdes Fußes, uud die 4 andern als Träger zur Befestigung und alsAnhaltspunkte gegen die Wirkung des Hebels dienen. In der Mitteder Höhe befindet sich ein Zapfenloch, dessen ausgebauchte Nebensciten