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Erster Band.
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Erklär. Anmerk. d. Kupfer, Masch. z. Probn d. Steine. 535

auflegt, um jede Erschütterung zu vermeiden: man legt so lange Ge-wichte auf, bis der Stein sich zu zerdrücken anfängt, läßt aber dabeiimmer eine gewisse Zeit verstreichen, bis man neues auflegt, um dieWirkung desto besser beobachten zu können, die sich oft erst nach lan-ger Zeit kund giebt.

Um das Gewicht genau zu wissen, das der Stein vor dem Zer-drücken ausgehalten hat, muß man zuerst zählen, wie viel Mal diezwischen dem Mittelpunkte des Bolzen und dem Rande des Ramm-blocks befindliche Entfernung in der Länge des Hebels enthalten ist,von dem Mittelpunkte des Bolzen bis zu der Abtheilung, wo mandie Wagplatte angehängt hat: hernach muß man mit einer Schnell-wage den Druck wägen, den der Hebel durch sein eigenes Gewichthervorbringt, indem man mit dem Haken der Schncllwage den Hebelgerade an dem Platze trägt, wo man dicWagschale anhängt; zu demgefundenen Gewichte setzt man alsdann den Betrag des auf der Wag-platte befindlichen, und multiplicirt dieses Gesammtgewicht durch dieAnzahl von Malen, als die zwischen dem Bolzen und dem Rand desRammblocks befindliche Entfernung in der Länge des Hebels enthaltenist, auf welchem sie angezeichnet sind, wie man auf der Abbildungsieht. — Man kann den Hebel von 24 Mal jener Entfernung bis 3VMal verlängern: bei 30 Mal beträgt die Kraftwirkung der Schweredes Hebels sammt der der Wagplatte 70 Pfund, ohne daß letzteremit Gewicht beschwert ist.

Fig. 2. Verbesserte Maschine zum Probircn der Festigkeit derMaterialien, die in einem der Vorplätze der Gcnovevenkirche aufge-stellt war.

Im Verlauf der von Soufflot und Perronet mit der so eben be-schriebenen Maschine angestellten Versuche, deren Resultate ich zu ver-zeichnen beauftragt war, bemerkte ich mehrere Mal, daß, wenn dieWagplatte mit mehr als 200 Pfd. beladen wurde, der Hebel um denBolzen herum, an den er befestigt war, eine starke Reibung erleide,und dadurch ein größerer Kraftaufwand zum Zerdrücken des SteinSerforderlich sey. Um diese Reibung zu vermeiden, welche den Erfundrichtiger Resultate verhinderte, ließ ich im I. 1787 die bei Fig. 2.derselben Kupfertafel vorgestellte verbesserte Maschine anfertigen. Ichvermied bei dieser, den Hebel an einem Bolzen zu befestigen, und ließihn blos auf der Kante einer dreieckigen Unterlage aufsitzen. Das äu-ßerste Ende des Hebels ist in einer großen Oeffnung eingelassen, die