Vorbemerkungen üb. d. Steinschm'tt u. Conftruction :c. 115
bestehen müssen, die gleichsam auf einander liegende concentrischeKronen bilden, wie man dieß in den Fig. 7, 8, 9 und 10 sieht.Die Reihen von Gewölbsteinen, welche im Grundriß eingeschriebeneQuadrate, Fig. 11 und 12, vorstellen, eben so diejenigen, welchegleichseitige Dreiecke, Fünfecke oder Sechsecke bilden, wie man dießbei einigen Schriftstellern über den Stcinschnitt findet, bieten mehrSchwierigkeit als Solidität dar. Ueberdieß bringt diese Anordnungkeinen so soliden Verband hervor, als in horizontale Reihen gelegteGcwölbsteine.
Das über sphärische oder vollkommen sphäroidische GewölbeGesagte gilt auch für Theile solcher Gewölbe, die in Quadrate, Fig.13 und 14, oder andere Vielecke eingeschrieben sind.
Bei zusammengesetzten Gewölben, d. h. Gewölben, die ausmehreren Theilen einfacher Gewölbe bestehen, müssen die Gcwölbsteinein jedem Theile so angeordnet werden, wie sie es in den Gewölbenseyn würden, aus denen diese Theile hergenommen sind. So müssenalso in den Kreuzgewölben Fig. 15, 16, 17 und 18 und in denKlostergcwölben Fig. 10, 20, 21 und 22, welche aus Theilen cylin-drischcr Gewölbe, deren Achsen sich im Mittelpunkt schneiden, zusam-mengesetzt sind, die Reihen der Gcwölbsteine diesen Achsen parallel seyn.
Es ist zu bemerken, daß die Kreuz- und Klostcrgewölbe, Fig. 15,17, 19 und 21, aus dreieckigen, in den Horizontalprojectionen, Fig.16, 18, 20 und 22, mit tlvo bezeichneten Theilen bestehen, daßdiese Theile in den Kreuzgewölben nur die Winkel ^1, L zu Stütz-punkten haben, während sie in den Klostergewölben in ihrer Seite
unterstützt sind, die ihrer ganzen Länge nach auf der Mauer ruht,woraus folgt, daß die letzteren solider sind und viel weniger Druckhaben, als die Kreuzgewölbe. Ferner ist noch wichtig, zu bemerken,daß die Linien, welche die Reihen der Gcwölbsteine vorstellen, beiden Kreuzgewölben vorspringende Winkel VLk', Fig. 16 und 18,und bei den Klostergcwölben einspringende Winkel HIA, Fig. 20 und22, bilden.
Wenn der Grundriß eines Kreuzgewölbes ein Polygon von mehrals vier Seiten ist, so werden die Winkel, welche die Reihen derGcwölbsteine bei ihrem Zusammentreffen bilden, desto spitzer, je größerjene Seitenzahl ist. So haben die erwähnten Winkel VLk' in demdurch Fig. 17 und 18 vorgestellten Gewölbe, dessen Grundriß einreguläres Sechseck ist, nur 60 Grad, während sie in dem durch Fig.