Von den zurückges. Thür- od. Fensterbogen in d. Schmiege. 15t
Anordnung dieser geraden Linien und ihre Richtung ändern können,so ergeben sich dadurch auch verschiedene Flächen.
Die oben betrachtete Wölbung war aus geraden Linien gebildet,welche senkrecht auf dem inneren Kreis waren und ihre Richtungnach verschiedenen Punkten der Achse hatten; hier sind dagegen diegeraden Linien schief auf beiden Kreisen und zugleich nach einem ein-zigen Punkte gerichtet, der die Spitze eines durch vier Ebenen geschnit-tenen ungleichseitigen Kegels ist. Von diesen vier Ebenen sind zwei,KAI, 01., Fig. 7, als kreisförmige Schnitte, Vorder- und Hintcrflächenbildend, parallel; die beiden andern, nämlich die Schmiegcnfla'chen,deren eine im Grundriß durch Lll, Fig. 8, angezeigt ist, divergircndagegen; letztere bilden hyperbolische Schnitte I> , Fig. 7.
Zurückgesetzte Thür- oder Fensterbogen von Montpellier .
Diese durch Fig. 10 bis 13, Tafel XXXVI, dargestellte Wölbungliegt zwischen einem Halbkreis und einer geraden Linie. Sie entsteht,wie die vorhergehende, sogenannte Marseiller, deren Beschreibunggegeben wurde, und weicht von dieser nur dadurch ab, daß sie stattder krummen Scheitellinie der letzteren eine gerade hat.
Andere Art, diese zurückgesetzten Thür- oder Fensterbogen
zu machen.
Diese Art besteht darin, daß' man den Halbkreis und die geradeLinie (oder den Kreisabschnitt), zwischen denen die Wölbung liegt,durch Curven mit einander verbindet. Diese Curven können nurViertelsellipsen seyn, damit sie sich an die ungleichen Tangenten an-schließen, die rechte Winkel mit einander machen.
Die Wölbung kann mit Lehrbogcn gemacht werden, die vor ein-dcr stehen, wie Fig. 14 zeigt; alsdann bcgnügr man sich mit dreiViertelsellipsen, nämlich eine für die Verbindung in der Mitte unddie beiden andern für die Begrenzung an den Widerlagern. Manzieht in jeder Vicrtelsellipse Parallellinien, welche die Entfernung derLcbrbogen und die Punkte anzeigen, durch welche die kreisförmigenLehrbogcn gehen, deren Mittelpunkte in der Mittellinie liegen, undderen Scheitelpunkte sich da befinden, wo sie die durch die Mitte deSSchlußsteins gelegte Viertelsellipse schneiden.
Um eine regelmäßige Wölbung hervorzubringen, kann man einegrößere Anzahl von Viertclscllipscn beschreiben. Sie müssen im