160 Stercotomieod. Lehre v.d.Durchschn.f.Körp. ;4.Abth.4.K.
Nach Allem, was für die zwei vorhergehenden Falle erklärt wor-den ist, zeigen hier gleiche Buchstaben und Ziffern in jeder Figurcorrespondirende Theile an und wir übergehen daher eine längereErklärung. Sollte man übrigens auf einen Anstand kommen, so wirdes gut seyn, das nachzusehen, was im t. Kapitel der 2. Abtheilungdieses Buches S. 84—9t gesagt wurde, weil man dort die Prinzipienfindet, auf welche die Operationen der Kunst des Steinschnitts sowohlin Bezug auf die Projektionen als die Entwickelungen gegründet sind.
Schiefer Kellerhals an einem Tonnengewölbe.
Die Fig. 1t und 12 stellen die Horizontalprojcction und dasProfil eines Gewölbes vor, das gegen ein anderes in doppelter Be-ziehung schief ist; es folgt daraus, daß sich weder aus der einen nochaus der andern Figur die wahre Größe des dargestellten Gegenstandesund seiner Theile ergicbt. Deßhalb muß ein zweites Profil, Ais 1-4,nach der Seite lU) zu Hülfe genommen werden, um daraus die zurEntwickelung der inneren Gewölbsteinflächen, Fig. 15, nöthigen Längender Fugen zu erhalten; die zugehörigen Breiten sind wie in den vor-hergehenden Fällen, durch die geraden Bogen und die Stirnbogengegeben.
Es ist gut, zu bemerken, daß, da in dieser Projection das großeGewölbe schief ist, das in Fig. 12 durch den Bogen 11k ausgedrückteProfil seiner Wölbung in Fig. 13 durch Theile von Ellipsen darge-stellt ist, welche erhalten werden, indem man von allen Punkten, wodie Horizontalprojectionen der Fugen die horizontal vorausgesetzte Linie
schneiden, Perpendikel auf Fig. 18, fällt und bis zum Durch-schnitt mit den Fugen dieses neuen Profils fortsetzt.
Die Fig. 17, 18 und 19 zeigen die Gestalt der drei ersten Ge-wölbsteine, welche dem Winkel entsprechen, mit der ganzen Stein-masse an, die sie einschließt, so wie die Fugen und Flächen, andenen die Schablonen der inneren Flächen, der Facen, so wie derFugen angelegt werden müssen.
Wie in den vorhergehenden Fällen sind einander entsprechendeTheile mit einerlei Buchstaben und Ziffern bezeichnet, so daß eineaufmerksame Bettachtung ohne alle nähere Erklärung hinreicht, dieSache zu verstehen.