Band 
Zweiter Band.
Seite
162
JPEG-Download
 

Fünftes Kapitel.

Von den Kreuzgewölben.

(Awei Tonnengewölbe von derselben Höhe bilden, wenn sie sichkreuzen, nn der Stelle ihres Zusammentreffens ausspringcnde Winkel,von denen das Ganze den Namen Kreuzgewölbe erhalten hat. Danun ein und dasselbe Tonnengewölbe durch andere von verschicdcnrrGestalt und Lage auf verschiedene Weise durchkreuzt werden kann; sofolgt daraus, daß bei einem und demselben Gewölbe eine große An-zahl verschiedener Combinationen möglich ist, die übrigens noch durchdie Veränderung der Curve vermehrt wird, die man für die Wölbungzum Grund legt. Man muß inzwischen bemerken, daß es bei diesergroßen Zahl von verschiedenen Fällen doch nur die Grate (Rippen)oder die den sich kreuzenden Gewölben gemeinschaftlichen Theile sind,welche einige Schwierigkeit darbieten, während das Uebrige für allemögliche Fälle dasselbe Verfahren erfordert. Drei Beispiele werdengenügen, um mit Operationen der Art bekannt zu werden und umzugleich diejenigen Combinationen kennen zu lernen, welche zu ver-meiden sind, wenn Regelmäßigkeit mit Dauerhaftigkeit vereinigtwerden soll.

Kreuzgewölbe aus rechtwinkeligem Grundriß.

Dieses erste, durch die Fig. 1, 2 und 3, Tafel XI,, dargestellteKreuzgewölbe ist aus zwei, sich unter rechten Winkeln kreuzenden,Tonnengewölben von gleicher Bogenhöhe und verschiedenen DurchMessern gebildet.

Um den schlechten Effect zu vermeiden, der aus Bogen folgt,die über den Halbkreis erhöht sind, hat man den Bogen des kleinen